Furoscix, ReadyFlow

Furoscix ReadyFlow: Diuretikum in zehn Sekunden statt fünf Stunden

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 15:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die FDA genehmigt MannKinds Furoscix-Autoinjektor für Ödeme. Das Gerät verkürzt die Verabreichungszeit von Stunden auf Sekunden.

MannKind erhält FDA-Zulassung für schnellen Autoinjektor Furoscix
Moderner Autoinjektor für die medizinische Behandlung auf einem klinischen Untersuchungstisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat den Furoscix ReadyFlow Autoinjektor von MannKind zugelassen. Das Gerät verabreicht das Diuretikum Furosemid bei Erwachsenen mit Herzinsuffizienz oder chronischer Nierenerkrankung in weniger als zehn Sekunden. Bisherige Verfahren benötigten dafür bis zu fünf Stunden.

Schneller gegen Ödeme

Der Autoinjektor ist für die Behandlung von Ödemen vorgesehen – also Wassereinlagerungen im Gewebe. Das System enthält 80 mg Furosemid pro Milliliter. Laut Hersteller soll das Produkt bis Ende August 2026 kommerziell verfügbar sein.

Die Zulassung basiert auf klinischen Daten. Die Studien zeigten eine äquivalente Wirkstoffexposition im Vergleich zur intravenösen Gabe. Auch Urinmenge und Elektrolytausscheidung waren vergleichbar.

Riesiger Markt, steigende Kosten

Der Bedarf an effizienten Therapien ist enorm. In den USA leiden schätzungsweise 6,7 Millionen Erwachsene an Herzinsuffizienz. Prognosen zufolge könnten die Behandlungskosten bis 2030 auf mindestens 70 Milliarden Dollar pro Jahr steigen. Eine schnellere Verabreichung von Diuretika gilt daher als wichtiger Baustein zur Entlastung des Gesundheitssystems.

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Weitere Zulassungen im Juli

Parallel gab es weitere regulatorische Entscheidungen. Am 22. Juli erhielt GSK die FDA-Zulassung für Jideytro (Zidesamtinib). Das Medikament behandelt ROS1-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) nach vorheriger ROS1-Inhibitor-Therapie. Die klinische Ansprechrate lag bei 44 Prozent.

Ebenfalls am 24. Juli veröffentlichte der EMA-Ausschuss CHMP zwölf neue Zulassungsempfehlungen. Sie betreffen unter anderem Therapien gegen Hypercholesterinämie und Präparate gegen feuchte altersabhängige Makuladegeneration.

Neue Forschung: Thrombose-Risiko senken

Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf veröffentlichten am 23. Juli in Science Advances einen neuen Ansatz zur Herzinfarkt- und Schlaganfall-Prävention. Im Mausmodell reduzierte das S1P-Signaling die arterielle Thrombosebildung. Blutgerinnsel nahmen ab – ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen.

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Strengere FDA-Inspektionen ab August

Ab dem 10. August 2026 gelten neue FDA-Regeln für Pre-Approval-Inspektionen. Der überarbeitete Leitfaden setzt auf einen risikobasierten Ansatz mit detaillierterer Bewertung von Produkt-, Herstellungs- und Compliance-Risiken. Zudem integriert die Behörde Fernbewertungen als alternative Überwachungsmethode.

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