Fujitsu und Copilot: 100.000 KI-Lizenzen erreichen fast die gesamte Belegschaft
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 08:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern Fujitsu hat generative künstliche Intelligenz in großem Umfang in die Arbeitsabläufe seiner Belegschaft integriert. Wie aus einem Bericht von Microsoft vom 10. Oktober 2026 hervorgeht, stellte das Unternehmen im April 2026 rund 100.000 Lizenzen für Microsoft 365 Copilot bereit. Damit erhielten nahezu alle Beschäftigten des Konzerns weltweit Zugriff auf den KI-Assistenten.
Fujitsu verfolgte bei der Einführung eine mehrstufige Strategie, um die Software vor der weltweiten Bereitstellung im laufenden Betrieb zu erproben und die organisatorischen Voraussetzungen für den breiten Einsatz zu schaffen.
Stufenweise Einführung und hohe Nutzungsrate
Der Rollout begann im vergangenen Jahr. Im Juli 2025 startete Fujitsu zunächst mit einem Test von 7.500 Copilot-Lizenzen, um Erfahrungen über den praktischen Nutzen in verschiedenen Unternehmensbereichen zu sammeln. Nach dieser ersten Erprobung vergrößerte der Konzern die Basis deutlich: Im Januar 2026 weitete Fujitsu die Nutzung auf 30.000 Lizenzen aus, bevor im April 2026 die nahezu konzernweite Freigabe folgte.
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Die Bereitstellung stieß bei den Mitarbeitenden auf eine breite Beteiligung. Im Juni 2026 lag die Nutzung unter den Zugangsberechtigten bei über 90 Prozent. Der Wert belegt, dass der Großteil der Belegschaft mit Lizenzzugang das System aktiv in den Arbeitsalltag einbindet.
Automatisierung im internen Service Desk
Über die individuelle Unterstützung bei Büro- und Kommunikationsaufgaben hinaus setzt Fujitsu künstliche Intelligenz auch für interne Supportprozesse ein. Dem Bericht zufolge automatisieren KI-Agenten rund 75 Prozent der Erstreaktionen und der Triage im Service Desk des Konzerns.
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Dieser Bereich bearbeitet knapp 300.000 Anfragen jährlich. Durch die automatisierte Klassifizierung und Erstbearbeitung der eingehenden Support-Anfragen können Anliegen strukturiert erfasst, Standardfragen direkt beantwortet und komplexere Vorgänge gezielt an menschliche Serviceteams weitergeleitet werden.
Das Vorgehen verdeutlicht, wie Großunternehmen generative KI schrittweise von Pilotgruppen auf die gesamte Organisation ausrollen. Fujitsu verbindet die Bereitstellung digitaler Assistenten für den allgemeinen Arbeitsplatz mit der Automatisierung wiederkehrender Aufgaben in zentralen Serviceeinheiten.

