Millionen, Arthrose

Fünf Millionen Deutsche leiden an Arthrose – Bewegung hilft

10.05.2026 - 20:10:13 | boerse-global.de

Gezielte Übungen und ergonomische Anpassungen können Arthrose-Schmerzen lindern und Operationen vermeiden. Neue Programme und Studien zeigen Wege auf.

Fünf Millionen Deutsche leiden an Arthrose – Bewegung hilft - Foto: über boerse-global.de
Fünf Millionen Deutsche leiden an Arthrose – Bewegung hilft - Foto: über boerse-global.de

Besonders betroffen: Jede zweite Frau und jeder dritte Mann über 60. Doch gezielte Übungen und ergonomische Anpassungen im Alltag können nicht nur Schmerzen lindern, sondern oft sogar eine Operation verhindern.

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Diese fünf Grundübungen halten fit

Personal Trainer Dr. Michél Gleich empfahl Anfang Mai fünf essenzielle Übungen für die körperliche Fitness. Dazu gehören der Seitstütz für die Rumpfstabilität, der Hüftstrecker für die Gesäßmuskulatur und der seitliche Ausfallschritt für mehr Mobilität. Auch ungewöhnlichere Bewegungsformen wie der Krabbelgang zur Koordination und der Fersensitz für die Fußbeweglichkeit zählen dazu.

Für die Generation 60+ veröffentlichte das Magazin FIT FOR FUN ein spezielles Programm mit fünf kniefreundlichen Übungen. Das sitzende Beinheben kräftigt die Oberschenkel, Mini-Kniebeugen am Stuhl stabilisieren Gesäß und Beine. Zwei- bis dreimal pro Woche Training verbessert die Gelenkstabilität und senkt das Sturzrisiko deutlich. Wichtig: Schmerz ist immer ein Stoppsignal.

Die Deutsche Arthrose-Hilfe gab im Frühjahr 2026 praktische Tipps zur Entlastung von Hüft- und Schultergelenken. Bei Hüftbeschwerden helfen Radfahren, Nordic Walking mit korrektem Stockeinsatz und Pendelübungen im Stand. Bei Schulterproblemen steht die Kräftigung der Muskulatur im Vordergrund – plus Haltungsschulung.

Büroalltag: Alle 50 Minuten eine Pause

Langes Sitzen von bis zu zehn Stunden täglich erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2. Trainerin Irina Maltseva empfiehlt: Alle 50 Minuten drei bis fünf Minuten Lockerungsübungen. Dazu 7.000 bis 9.000 Schritte täglich und Krafttraining dreimal pro Woche.

Die Kreiszeitung startet ab Juni die Serie „Bürofit“. Das vierwöchige Programm liefert Newsletter mit Trainingsplänen und Video-Anleitungen der Fitnesstrainerin Alexandra Grauvogl. Montags liegt der Schwerpunkt auf Übungen für Rücken und Hüfte.

Game on: Fitness für Zocker

Rund 37 Millionen Deutsche spielen regelmäßig Computerspiele – oft stundenlang in statischer Position. Die AOK hat deshalb gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule Köln den Kurs „Game on“ entwickelt. Das achtwöchige Programm gibt es seit Mai in Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

Der Grund: Bei Gamern treten Muskel-, Knochen- und Gelenkprobleme oft zehn bis 15 Jahre früher auf als im Durchschnitt. Der Kurs ist als Fitness-Challenge mit Levelsystem konzipiert – spielerische Motivation für eine Zielgruppe, die sonst schwer zu erreichen ist.

Bewegung reinigt das Gehirn

Eine Studie der Pennsylvania State University beschreibt einen „Schwamm-Effekt“ im Gehirn. Durch körperliche Bewegung – etwa das Anspannen der Bauchmuskeln – wird das Gehirn minimal im Schädel verschoben. Das leitet Flüssigkeit durch das Gewebe und fördert den Abtransport von Stoffwechselabfällen. Zudem verlangsamen regelmäßige Spaziergänge das altersbedingte Schrumpfen des Hippocampus.

Die Deutsche Rentenversicherung hat neue Praxisempfehlungen zur Bewegungsförderung herausgegeben. Sie basieren auf einem biopsychosozialen Modell: Nicht nur motorische Fähigkeiten sollen optimiert werden, sondern auch die Selbstregulationskompetenz der Patienten.

230.000 künstliche Knie – jedes vierte wäre vermeidbar

In Deutschland werden jährlich rund 230.000 künstliche Kniegelenke eingesetzt. Experten schätzen: Fast ein Viertel dieser Operationen ließe sich durch rechtzeitige konservative Therapie vermeiden. Chefarzt Matthias Hauger vom Klinikum Tuttlingen betont: „Künstliche Gelenke sollten die letzte Option sein. Gelenkschonende Bewegung und Gewichtsreduktion stehen im Vordergrund.“

Physiotherapeut Ivan Golovko erklärt: Schmerzen an der Knie-Innenseite sind oft nicht auf Entzündungen zurückzuführen, sondern auf fehlerhafte Rotationsmuster. Gezielte Derotationsübungen mit Gummibändern können helfen – ohne invasive Methoden.

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Bewegung ohne Leistungsdruck

Prof. Christine Joisten, Präsidentin der DGSP, unterstreicht den psychologischen Aspekt: Bewegung sollte Spaß machen und ohne Leistungsdruck stattfinden. Schon wenige Minuten moderate Aktivität täglich fördern die Gesundheit – wenn sie positiv besetzt und fest im Alltag verankert sind.

Die Trends zeigen: Fitness und Haltungskorrektur werden immer spezialisierter. Während Mönchengladbach sich als weltweites Zentrum für Pilates-Training etablieren will, gewinnen fernöstliche Methoden wie Somatic Tai Chi an Bedeutung.

Digitalisierung der Prävention

In den kommenden Monaten ist mit einer Zunahme digitaler Präventionsangebote zu rechnen. Programme wie das Gamer-Workout der AOK oder die Newsletter-Serie der Kreiszeitung markieren den Anfang einer Entwicklung: Gesundheitswissen wird niederschwellig und zielgruppengerecht aufbereitet.

Für Patienten bedeutet das mehr Eigenverantwortung – aber auch mehr Möglichkeiten, aktiv gegen die Folgen eines bewegungsarmen Lebensstils vorzugehen. Die medizinische Fachwelt wird sich weiterhin auf die Validierung konservativer Methoden konzentrieren, um die steigenden Zahlen bei Gelenkersatzoperationen nachhaltig zu stabilisieren.

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