FSR 4.1: AMD klärt auf – RDNA 3.5 bleibt offen
05.06.2026 - 05:31:24 | boerse-global.de
1 die RDNA-3.5-Architektur aussparen soll. Ein endgültiger Beschluss sei noch nicht gefallen.
Verwirrung um Kompatibilität
Auslöser der Debatte war ein Bericht vom Donnerstag, der sich auf ein Interview zwischen dem Portal HardwareLuxx und AMD-Vizepräsident David McAfee bezog. Demnach habe McAfee angedeutet, dass das Unternehmen derzeit keine Pläne habe, FSR 4.1 für integrierte Grafikeinheiten (iGPUs) auf RDNA-3.5-Basis freizugeben. Die Begründung: Die geringere Machine-Learning-Leistung bestimmter iGPUs könnte zu schwachen Ergebnissen oder Performance-Problemen führen.
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Frank Azor, ein Sprecher des Konzerns, stellte die Darstellung umgehend richtig. „Eine solche Entscheidung ist intern noch nicht gefallen“, betonte er. Man sei noch nicht bereit, konkrete Produktpläne zu diskutieren – eine Absage an RDNA 3.5 sei jedoch nicht beschlossen.
Handhelds und mobile Prozessoren betroffen
Die RDNA-3.5-Architektur steckt in zahlreichen wichtigen Produktlinien, darunter Strix Point, Strix Halo, Krackan Point und Gorgon Point/Halo. Diese Chips treiben Geräte wie das ASUS ROG Ally X sowie die Grafiklösungen Radeon 890M und 8060S an.
Branchenbeobachter warnen: Ein Verzicht auf FSR-4.1-Unterstützung würde diese aktuellen Produkte gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen bringen – insbesondere bei KI-gestützten Upscaling-Features wie Nvidias DLSS. Zwar unterstützen RDNA-3.5-Chips die für FSR 4.1 nötigen INT8-Operationen, doch die Frage ist, ob die Hardware genügend Reserven für eine effektive Nutzung bietet.
Zeitplan für FSR 4.1 steht
Ungeachtet der Debatte um RDNA 3.5 hält AMD an seinem Fahrplan für andere Architekturen fest. FSR 4.1, das auf INT8-basiertem KI-Upscaling setzt, soll im Juli für RDNA 3 (Radeon RX 7000) erscheinen. Die ältere RDNA-2-Generation (Radeon RX 6000) soll voraussichtlich Anfang 2027 folgen.
Dass die Technik auf RDNA 3.5 grundsätzlich lauffähig ist, zeigen inoffizielle Lösungen: Drittanbieter haben bereits INT8-Varianten von Upscaling-Software über Tools wie Optiscaler auf der Architektur zum Laufen gebracht.
Neue Hardware und Treiber-Updates
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Die Diskussion um FSR 4.1 fällt in eine Zeit zahlreicher Ankündigungen. Auf der Computex am Mittwoch bestätigte AMD den Support für den AM5-Sockel bis 2029. Zudem kündigte das Unternehmen den Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition für Ende Juni zu 349 Euro an, gefolgt vom Ryzen 7 7700X3D im Juli für 329 Euro.
Ebenfalls am Donnerstag kam der Bosgame VTA-439 Mini-PC für 1.049 Euro auf den Markt. Er nutzt den Ryzen AI 9 HX 470 mit der Radeon 890M iGPU – ein weiteres Beispiel für die Verbreitung der umstrittenen RDNA-3.5-Architektur.
Auf der Softwareseite veröffentlichte AMD am Mittwoch die Adrenalin 26.6.1 WHQL-Treiber. Sie bringen Optimierungen für Spiele wie F1 25 und World of Tanks und beheben spezifische Fehler der RX-9000- und RX-6000-Serien. Allerdings räumte das Unternehmen weiterhin bestehende Probleme ein – darunter Abstürze in Battlefield 6 auf Ryzen-AI-9-HX-370-Systemen und Fälle, in denen FSR deaktiviert bleibt.
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