Frost-Angriff: Forscher spionieren Nutzer über Browser aus
01.06.2026 - 21:21:11 | boerse-global.deDer Angriff namens „Frost“ nutzt Seitenkanäle beim Zugriff auf SSDs aus.
Das Verfahren erfordert lediglich den Besuch einer manipulierten Website. Technisch basiert es auf der Origin Private File System (OPFS) API. Diese Schnittstelle erlaubt Webanwendungen, Dateien in einem isolierten Bereich des Browsers zu verwalten.
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So funktioniert der Angriff
Per JavaScript lösen die Angreifer gezielt Schreibvorgänge auf der SSD aus. Die dabei entstehenden minimalen Leistungsschwankungen werden erfasst und mit KI analysiert.
Das Ziel: Muster erkennen und Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten ziehen.
Hohe Trefferquoten in Tests
In Testreihen erwies sich die Methode als präzise. Geöffnete Webseiten identifizierten die Forscher mit 88,95 Prozent Genauigkeit. Bei der Erkennung laufender Programme lag die Erfolgsrate bei 95,83 Prozent.
Die Versuche liefen erfolgreich auf Linux und macOS.
Browserhersteller sehen keinen Handlungsbedarf
Trotz der potenziellen Bedrohung für die Privatsphäre sehen Browserhersteller derzeit keinen Anlass für Patches. Die vollständigen Ergebnisse der Frost-Attacke sollen im Juli 2026 auf einer internationalen Sicherheitskonferenz präsentiert werden.
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KI-gestützte Angriffe auf dem Vormarsch
Die Entdeckung von Frost fällt in eine Zeit zunehmend komplexer Cyberangriffe. Laut CrowdStrike stieg die Zahl KI-gestützter Attacken im Jahresvergleich um 89 Prozent. Die Zeitspanne für erfolgreiche Kompromittierungen schrumpft.
Auch neue Phishing-Methoden nutzen künstliche Intelligenz. Kampagnen wie LLMShare missbrauchen etwa die Sharing-Funktionen bekannter Sprachmodelle. Staatliche Akteure setzen zudem vermehrt westliche KI-Technologien ein, um Schadsoftware zu entwickeln.
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