FritzOS, AVM

FritzOS 8.50: AVM baut nativen Werbeblocker in Router ein

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 13:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AVM erweitert Fritzbox-Router um DNS-basierten Werbeblocker. FritzOS 8.50 filtert Tracking zentral im Heimnetzwerk und stärkt den Datenschutz.

FritzOS 8.50: AVM bringt nativen Werbeblocker in die Fritzbox
Ein moderner Router steht auf einem Schreibtisch in einem wohnlichen, minimalistisch gestalteten Heimbüro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Berliner Netzwerkhersteller AVM bereitet mit der Version 8.50 eine signifikante Funktionserweiterung für seine Fritzbox-Router vor. Im Zentrum der Neuerungen steht die Integration eines nativen Werbeblockers, der direkt auf DNS-Ebene (Domain Name System) operiert.

Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt für die Sicherheit und den Datenschutz in Heimnetzwerken, da Filtermechanismen künftig zentral im Router und nicht mehr ausschließlich auf den einzelnen Endgeräten verwaltet werden können.

Werbefilterung auf Netzwerkebene durch DNS-Kontrolle

Die neue Funktion in FritzOS 8.50 zielt darauf ab, unerwünschte Werbeinhalte und Tracking-Dienste bereits im Keim zu ersticken. Da die Blockierung auf DNS-Ebene erfolgt, werden Anfragen zu bekannten Werbeservern vom Router abgefangen, noch bevor die entsprechenden Inhalte geladen werden können. Dies führt laut Branchenberichten nicht nur zu einer verbesserten Privatsphäre der Anwender, sondern resultiert auch in spürbar verkürzten Ladezeiten beim Aufrufen von Webseiten, da der Datendurchsatz für Werbeelemente entfällt.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der sogenannten „Fritzhole“-Integration. Diese Namensgebung deutet auf eine Funktionsweise hin, die populären Open-Source-Lösungen wie Pi-hole nachempfunden ist.

Durch diese Integration wird die Fritzbox in die Lage versetzt, als zentraler Filter für alle im Netzwerk angemeldeten Geräte zu fungieren – vom Smartphone über den Smart-TV bis hin zu IoT-Komponenten, auf denen oft keine individuellen Ad-Blocker installiert werden können.

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Erweiterte Sicherheitsfunktionen und DNS-Filter

Zusätzlich zum Werbeblocker umfasst die kommende Software-Version erweiterte Sicherheitsfunktionen. AVM reagiert damit auf die steigenden Anforderungen an den Schutz privater Netzwerke. Die erweiterten DNS-Filter ermöglichen es Administratoren, den Datenverkehr im Heimnetzwerk präziser zu steuern und potenzielle Bedrohungen durch bösartige Domains effektiver zu unterbinden.

Diese Funktionen sind Teil einer umfassenden Strategie, die Fritzbox-Modelle stärker als Sicherheitszentrale im Smart Home zu positionieren. Die Kombination aus integriertem VPN, Firewall und nun auch einer zentralen Filterinstanz für DNS-Anfragen soll den Schutz vor Telemetrie und unerwünschter Datenerfassung durch Drittanbieter signifikant erhöhen.

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Verfügbarkeit und Entwicklungsstand

Die Neuerungen rund um FritzOS 8.50 wurden Mitte August bekannt und befinden sich derzeit in der aktiven Entwicklung. Wie für umfangreiche Funktions-Updates bei AVM üblich, werden diese Merkmale zunächst im Rahmen des „FRITZ! Labor“-Programms getestet. Nutzer haben dort die Möglichkeit, die Vorabversionen der Firmware auf kompatiblen Modellen zu installieren und die neuen Filterfunktionen zu erproben.

Ein konkreter Termin für den finalen Rollout der stabilen Version 8.50 für alle Anwender steht derzeit noch nicht fest. Die Veröffentlichung der Beta-Funktionen im Labor-Bereich deutet jedoch darauf hin, dass die Integration des Ad-Blockers und der „Fritzhole“-Funktionalität bereits weit fortgeschritten ist. Das Update soll nach Abschluss der Testphase für alle aktuellen Fritzbox-Modelle zur Verfügung gestellt werden.

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