Fresh bis zum Crash: Jugendhaus Fönix klärt über E-Scooter-Gefahren auf
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 10:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die zunehmende Nutzung von Elektro-Tretrollern unter Jugendlichen stellt Kommunen und Bildungseinrichtungen vor neue sicherheitspolitische Aufgaben. Um das Bewusstsein für die Risiken im Straßenverkehr zu schärfen, veranstaltet das Jugendhaus Fönix in Bassum am 24. September 2026 eine gezielte Präventionsinitiative unter dem Titel Fresh bis zum Crash.
Die Aktion widmet sich den Gefahren fehlerhafter Nutzung, mangelnder Schutzkleidung sowie den rechtlichen Vorgaben für die Mikromobilität im Alltag junger Verkehrsteilnehmer.
Hohe Nutzungsquote verlangt gezielte Prävention
Der Bedarf an Aufklärung ergibt sich unmittelbar aus dem veränderten Mobilitätsverhalten vor Ort. Nach Angaben von Marcus Libbertz, dem Leiter des Jugendhauses Fönix, erreichen gegenwärtig ca. 90% der Kinder und Jugendlichen die Einrichtung mit dem E-Scooter. Diese hohe Dichte an motorisierten Kleinstfahrzeugen bringt im täglichen Verkehrsgeschehen Herausforderungen mit sich.
Häufig unterschätzen Nutzer die Beschleunigung, die längeren Bremswege sowie das Verhalten auf unebenen Untergründen oder an unübersichtlichen Kreuzungen.
Das Programm der Aufklärungskampagne findet am 24. September 2026 von 8 bis 13.15 Uhr am Petermoor 2 statt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Jugendlichen für die Gefahrenmomente sensibilisieren, ohne dabei die Attraktivität moderner Nahmobilität abzusprechen. Die Verantwortlichen setzen auf eine Verbindung aus Wissensvermittlung und praxisnahen Veranschaulichungen.
Zusammenarbeit mit Medizinern, Polizei und Verkehrswacht
Für eine breite fachliche Fundierung setzt das Jugendhaus Fönix auf eine ressortübergreifende Kooperation mehrerer regionaler Institutionen. An der Durchführung der Kampagne sind verschiedene Akteure beteiligt, darunter der Kinderarzt Holger Theek sowie die Polizeioberkommissarin Johanna Hoffmeister.
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Durch diese Beteiligung fließen sowohl medizinische Erfahrungen hinsichtlich typischer Sturzverletzungen und deren Folgen als auch die polizeiliche Perspektive bezüglich geltender Verkehrsregeln, Promillegrenzen und Altersbeschränkungen in die Aufklärungsarbeit ein.
Zusätzlich bringen sich der ADAC sowie die Straßenverkehrswacht Diepholz mit ihrer Expertise in die Aktion ein. Als primäre Zielgruppe der Vormittagsveranstaltung fungiert der 8. Jahrgang der Oberschule Bassum.
Durch die Einbindung eines geschlossenen Jahrgangs soll sichergestellt werden, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler erreicht werden, die altersmäßig unmittelbar vor oder in der Phase der eigenständigen Nutzung von E-Scootern stehen.
Einbindung der Erziehungsberechtigten am Abend
Da ein verantwortungsvoller Umgang mit den Geräten auch von den Rahmenbedingungen im familiären Umfeld abhängt, beschränkt sich das Angebot nicht ausschließlich auf die Jugendlichen. Am selben Tag, dem 24. September 2026, schließt sich um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung für Eltern an. Dieser Elternabend findet im Forum der Oberschule statt.
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Dort sollen Erziehungsberechtigte über die Risiken, aber auch über die rechtlichen Verpflichtungen beim Kauf und bei der Nutzung von E-Scootern aufgeklärt werden. Hierzu zählen unter anderem versicherungsrechtliche Fragen wie die obligatorische Haftpflichtplakette sowie Verhaltensregeln auf Gehwegen und Straßen, um Unfällen im Vorfeld nachhaltig vorzubeugen.
