French Open: Osaka glitzert in Gold – Sabalenka siegt vor 15.000
02.06.2026 - 21:39:26 | boerse-global.deErstmals seit drei Jahren durften wieder Frauen in der Abendsession ran. Naomi Osaka und Aryna Sabalenka nutzten die Bühne für eine Inszenierung zwischen Hochleistungstennis und Luxusmode.
Goldglitzer und Diamanten im Scheinwerferlicht
Naomi Osaka betrat den Court in einem spektakulären Outfit. Das gold-glitzernde Kleid, kombiniert mit Bomberjacke und ausladendem Tüll-Überrock, ließ die Japanerin selbstbewusst auftreten. „Es glitzert nachts wie der Eiffelturm", erklärte Osaka später.
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Die Vorbereitung dafür begann lange vor dem Turnier. Ganze 18 Monate im Voraus konzipierte Osaka ihre Outfits mit Ausrüster Nike. Schon in den ersten Runden hatte sie mit extravaganten Looks für Aufsehen gesorgt: eine bodenlange schwarze Designer-Robe zum Auftakt, cremefarbene Schleppen und weiße Röcke in den Folgerunden. Mode sei für sie „eine Form der Kommunikation", so die Japanerin.
Sabalenka siegt mit Stil und 59 Gewinnschlägen
Die Partie selbst entschied Aryna Sabalenka für sich. Mit 7:5 und 6:3 setzte sich die Weltranglistenerste durch – unterstützt von zwölf Assen und 59 Gewinnschlägen in 87 Minuten.
Doch auch die Siegerin setzte modische Akzente. Diamant- und Granatketten im Wert von rund 75.000 Pfund schmückten die Belarussin. Für Sabalenka hatte der Auftritt aber noch eine andere Bedeutung: Es war erst das fünfte Frauenmatch in der prestigeträchtigen Night Session seit deren Einführung 2021. Zuvor hatten die Organisatoren 33 Mal in Folge Männerpartien angesetzt.
„Vielleicht öffnet das jetzt die Tür für regelmäßige Abendspiele der Frauen", hoffte Sabalenka.
Kritik aus dem Spielerinnenfeld
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Nicht alle im Tennis-Zirkus feiern die neue Mode-Offensive. Laura Siegemund übte deutliche Kritik: „Ich bin für den Sport hier, nicht für eine Modenschau." Auch die logistischen Abläufe – etwa die Zeit für Outfit-Wechsel – sorgten für Diskussionen.
Boris Becker kritisierte die Turnierleitung scharf. Er warf den Verantwortlichen vor, aus Angst vor zu kurzen Matches lange gezögert zu haben, Frauen in die Prime-Time zu setzen. Das intensive Duell vor fast 15.000 Zuschauern widerlegte diese Sorge eindrucksvoll.
Für Naomi Osaka endete das Turnier dennoch mit einem Erfolg. Das Erreichen des Achtelfinals ist ihr bestes Ergebnis bei den French Open überhaupt. „Es war eine große Ehre, für diesen Slot nominiert zu werden", sagte sie.
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