Freizeit-Monitor 2026: Nur 24 von 98 Aktivitäten prägen jede Woche
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 18:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Art und Weise, wie Menschen ihre freie Zeit verbringen, unterliegt einem stetigen Wandel. Die Stiftung für Zukunftsfragen legte am 25. August 2026 ihren aktuellen Freizeit-Monitor 2026 vor. Die Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Befragung von 3.026 Personen ab 18 Jahren, die im Juli 2026 durchgeführt wurde.
Aus der Erhebung geht hervor, dass sich von 98 untersuchten Freizeitaktivitäten lediglich 24 im regelmäßigen Wochenrhythmus wiederfinden. Ein Bericht vom 27. September 2026 hebt zudem hervor, dass das Smartphone klassische Medien zunehmend verdrängt.
Digitale Medien dominieren die Freizeitgestaltung
Die tägliche und wöchentliche Freizeit wird maßgeblich von medialen Angeboten bestimmt. Laut der Erhebung der Stiftung für Zukunftsfragen erreicht die Internetnutzung inzwischen einen Spitzenwert von 97 Prozent. Auch das Fernsehen bleibt mit 84 Prozent eine feste Größe im Alltag.
Neben dem Medienkonsum behaupten sich einige analoge Beschäftigungen im Wochenrhythmus. So gaben 70 Prozent der Befragten an, sich regelmäßig mit den eigenen Gedanken zu beschäftigen. Das Backen oder Kochen nannten 68 Prozent als feste Aktivität im Wochenverlauf.
Auch das Zusammensitzen bei Kaffee und Kuchen verzeichnet einen leichten Zuwachs: Dieser Wert liegt bei 59 Prozent, nachdem er im Jahr 2016 noch bei 55 Prozent gelegen hatte. Das Lesen von Büchern stieg im Zehnjahresvergleich ebenfalls moderat an und kletterte von 31 Prozent im Jahr 2016 auf nunmehr 35 Prozent.
Wandel bei Erholung und Alltagsritualen
Deutliche Veränderungen zeigen sich beim Blick auf Entspannung und Rückzug im häuslichen Umfeld. Die Stiftung für Zukunftsfragen verzeichnete beim bewussten Faulenzen einen deutlichen Anstieg: Während 2016 noch 47 Prozent diese Tätigkeit angaben, stieg der Wert im Jahr 2026 auf 62 Prozent.
Die Erhebung zeigt: Nur 24 von 98 Freizeitaktivitäten prägen noch jede Woche — Internetnutzung liegt bei 97 Prozent, ausgiebige Körperpflege fiel von 62 auf 37 Prozent. Wer seine Erholung zurückholen will, braucht keine große Umstellung, sondern kleine, wiederkehrende Rituale. Unser kostenloser Guide begleitet Sie sieben Tage lang aus dem Bildschirm-Rhythmus. 7-Tage-Reset jetzt kostenlos anfordern
Im Gegensatz dazu geht das Ausschlafen zurück. Gönnten sich 2016 noch 63 Prozent den längeren Schlaf am Morgen, waren es in der Erhebung von 2026 noch 57 Prozent.
Den stärksten Rückgang unter den untersuchten Freizeitaktivitäten verzeichnete die Stiftung bei der ausgiebigen Körperpflege oder dem Wannenbad im Wochenrhythmus.
Dieser Anteil fiel von 62 Prozent im Jahr 2016 drastisch auf 37 Prozent im Jahr 2026. Bei monatlicher Betrachtung liegt die ausgiebige Körperpflege allerdings bei 63 Prozent. Wellness im wöchentlichen Rhythmus bleibt dagegen eine Randerscheinung, legte jedoch von 4 Prozent im Jahr 2016 leicht auf 6 Prozent zu.
Gelegenheitsaktivitäten und Ausblick
Zahlreiche Aktivitäten finden außerhalb des regelmäßigen Wochenrhythmus statt und werden vor allem sporadisch wahrgenommen. Mindestens einmal im Jahr nutzen 47 Prozent der Befragten ein Wellnessangebot außer Haus. Ein Erlebnis- oder Spaßbad besuchen 46 Prozent mindestens einmal jährlich.
Ausschlafen ist von 63 auf 57 Prozent gefallen, das bewusste Faulenzen dagegen von 47 auf 62 Prozent gestiegen — Erholung verschiebt sich, nicht verschwindet. Wenn Wellness und Körperpflege im Wochenrhythmus bei Ihnen zuletzt weggefallen sind, zeigt Ihnen unsere Checkliste, wie Sie kleine Auszeiten wieder fest in die Woche einbauen. Checkliste bewusste Wochenrituale sichern
Auch soziale und mobile Freizeitformen bleiben über das Jahr hinweg präsent: 69 Prozent der Befragten besuchen mindestens einmal im Jahr private Feste, und 61 Prozent unternehmen eine Wochenendfahrt mit Übernachtung. Wie die Stiftung für Zukunftsfragen mitteilte, ist die nächste Vergleichsmessung der Erhebung für August 2027 angekündigt.
