Freddy-App, Labs

Freddy-App: reThrive Labs verbindet Fitness-Tracker mit KI-Assistenten

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 11:46 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die neue App Freddy bündelt Wearable- und Medizingeräte-Daten und macht sie per KI abfragbar. Datenschutz und Verschlüsselung stehen im Fokus.

reThrive Labs: Gesundheits-App Freddy startet auf Smartphones
Eine Hand hält ein Smartphone mit Gesundheitsdaten, im Hintergrund verschwommene Wearables, symbolisiert mobile Gesundheits-Apps und KI-Integration. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die App vereint Daten von Fitness-Trackern und medizinischen Geräten in einer Oberfläche – und macht sie per Künstlicher Intelligenz abfragbar.

Daten aus allen Quellen an einem Ort

Freddy fungiert als zentrale Schaltstelle zwischen Wearables und KI-Assistenten. Die App übersetzt die proprietären Schnittstellen verschiedener Hersteller in einheitliche Gesundheitsdaten. Unterstützt werden Geräte von Oura, WHOOP, Garmin, Polar, Withings, Dexcom, Suunto und weiteren Anbietern.

„Die mobile Erweiterung soll Daten aus Endgeräten besser in kognitive Werkzeuge integrieren“, erklärt Gründer Tom Tomaszewski. Möglich macht das das Model Context Protocol (MCP) – damit können KI-Modelle wie Claude oder ChatGPT direkt auf Gesundheitsdaten von Apple Health und Health Connect zugreifen.

Datenschutz hat Priorität

Die Plattform arbeitet laut Entwicklerangaben rein lesend. Nutzerdaten fließen nicht in das Training der KI-Modelle. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, OAuth 2.0 und Hintergrund-Synchronisation sollen Sicherheit und niedrige Latenzzeiten gewährleisten.

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Google Health mit Update

Parallel zur Freddy-Einführung gibt es Neuigkeiten von Google Health. Seit dem 9. Juli 2026 rollt Version 5.03 der App für Android und iOS aus. Neu sind Kacheln für Herzfrequenzvariabilität (HRV), Atemfrequenz, Blutsauerstoffsättigung, Ruhepuls und Blutzucker im „Today“-Tab.

Eine wichtige Änderung: Nickerchen ab 20 Minuten werden jetzt in die 24-Stunden-Schlafberechnung einbezogen. Auch frühere Ungenauigkeiten bei Schwimmdistanzen und Höhenmessungen für Strava-Nutzer wurden behoben.

Spezialisierte Plattformen für Klinik und Alltag

Ebenfalls am 9. Juli startete ReadyOS von NeuPT Technologies und VINSI.AI. Die Plattform analysiert HRV- und autonome Daten und liefert in unter 90 Sekunden eine physiologische Bereitschaftsbewertung. Zielgruppe sind Gesundheits- und Reha-Einrichtungen.

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Withings Medical richtet sich an Medicare-Patienten in den USA und fokussiert auf Bluthochdruck, Diabetes und Adipositas. Die Peptide Tracker-App hilft bei der Verwaltung von Dosierungen und Injektionsstellen für Wirkstoffe wie Semaglutid. Und Carea bietet einen digitalen Wehen-Timer mit Echtzeit-Analyse und Geburtsaffirmationen.

KI-Modelle revolutionieren Gesundheitsdaten

Die Forschung treibt die Entwicklung weiter voran. Google Research stellte am 10. Juli SensorFM vor – ein Basismodell, trainiert auf über einer Billion Minuten Sensordaten von fünk Millionen Menschen. Es soll die Interpretation von Wearable-Daten verbessern, selbst wenn Datensätze unvollständig sind.

Vilo präsentierte Signal OS, ein KI-natives Betriebssystem für Smart Rings. Die Plattform bietet kontextbezogene Anleitungen basierend auf Körpersignalen und enthält spezifische Schichten für Frauengesundheit. Ein Hardware-Launch ist für Ende August oder Anfang September 2026 geplant.

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