Französisches, Bildungsministerium

Französisches Bildungsministerium: ZeroBytes stiehlt 43 GB Schülerdaten

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 22:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hacker erbeuten laut eigenen Angaben 43 GB an Daten aus dem französischen Bildungssystem. Das Ministerium bestätigt den Vorfall, prüft aber noch das Ausmaß.

ZeroBytes attackiert Frankreichs Bildungswesen: 43 GB Daten entwendet
Ein modern beleuchteter Serverraum mit dunklen Schaltschränken und einem Arbeitsplatz, der auf einen Cyberangriff hindeutet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Cyberkriminellen-Gruppe ZeroBytes hat den Diebstahl einer massiven Datenmenge aus den Systemen des französischen Bildungsministeriums für sich reklamiert. Den Angaben der Gruppe zufolge wurden rund 43 GB an Daten entwendet, die sensible Informationen über Millionen von Personen enthalten sollen. Das Ministerium hat den Vorfall in Teilen bestätigt, äußert sich zum tatsächlichen Umfang des Lecks jedoch noch zurückhaltend.

Umfang des behaupteten Datenabflusses

Nach Angaben von ZeroBytes umfasst das erbeutete Material insgesamt 346.178.591 Rohzeilen, die in etwa 2.500 Dateien organisiert seien. Die Gruppe behauptet, Zugriff auf die Daten von 1,22 Millionen Schülern sowie auf 4,35 Millionen persönliche Identifikatoren erlangt zu haben. Zudem seien 602.000 akademische Konten betroffen, die sich primär auf die Akademien von Créteil und Versailles konzentrieren sollen.

Die betroffenen Informationen stammen den Berichten zufolge aus den Datenbanken BE1D, SCONET und I-Prof. Der Zeitraum, den die gestohlenen Datensätze abdecken, soll von 2002 bis Juli 2026 reichen. Damit wären potenziell Informationen über mehrere Generationen von Schülern und Lehrkräften in die Hände der Angreifer gelangt.

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Reaktion des französischen Bildungsministeriums

Das französische Bildungsministerium bestätigte eine Sicherheitsverletzung, die bereits am 25. Juli stattgefunden habe. Eine erste Bestätigung des Vorfalls durch die Behörde erfolgte Ende Juli. Den offiziellen Angaben zufolge sei die Intrusion über ein usurpiertes Konto erfolgt, mit dem sich Unbefugte Zugriff auf interne Systeme verschaffen konnten.

Das Ministerium hat infolge des Vorfalls Strafanzeige erstattet und die zuständigen Behörden, die IT-Sicherheitsagentur ANSSI sowie die Datenschutzbehörde CNIL, über den Vorfall informiert.

Während die Behörde den Diebstahl von Mitarbeiterdaten bestätigt, die teilweise bis in das Jahr 2001 zurückreichen, wurde die Nutzung oder der Diebstahl von Schülerdaten bislang nicht offiziell bestätigt. Das Ministerium gab an, dass eine Untersuchung des Vorfalls im Gange sei und die betroffenen Mitarbeiter bereits über die Kompromittierung ihrer Daten informiert wurden.

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Einordnung der Angreifergruppe

Bei dem Vorfall handelt es sich bereits um den dritten größeren Datenverstoß im laufenden Jahr 2026, der mit der Gruppierung ZeroBytes in Verbindung gebracht wird. Die Gruppe ist in Sicherheitskreisen keine unbekannte Akteurin; sie soll unter anderem auch für den Diebstahl von Steuerdaten verantwortlich sein.

Die jüngste Attacke auf die Bildungsinfrastruktur unterstreicht die anhaltende Bedrohungslage für staatliche Institutionen in Frankreich. Experten beobachten eine Zunahme gezielter Angriffe auf umfangreiche Datenbanken des öffentlichen Dienstes, wobei oft entwendete Zugangsdaten von Mitarbeitern als Einfallstor dienen.

Ob die von ZeroBytes behaupteten Zahlen zum Umfang des Schüler-Datenlecks zutreffen, bleibt bis zum Abschluss der forensischen Untersuchungen durch das Ministerium und die ANSSI abzuwarten.

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