Framework Desktop: AMD Ryzen mit 192 GB RAM und 273 GB/ s Bandbreite
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 01:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Framework rüstet seinen Mini-Desktop-PC mit einer leistungsstärkeren Prozessorvariante aus: Der Framework Desktop mit dem AMD Ryzen AI Max+ PRO 495, intern unter dem Codenamen Gorgon Halo geführt, unterstützt künftig bis zu 192 GB Unified Memory vom Typ LPDDR5X-8533. Davon können bis zu 160 GB der integrierten Grafikeinheit zugewiesen werden, wie notebookcheck.net berichtete.
Mehr Speicherbandbreite als beim Vorgängerchip
Neben der erweiterten Speicherkapazität bringt der neue chip auch eine höhere Speicherbandbreite mit. Diese liegt laut videocardz.com bei 273 GB/s und damit 6,6 Prozent über dem Wert des bisherigen Ryzen AI Max+ 395, bekannt als Strix Halo, der auf 256 GB/s kommt.
Für Anwendungen, die auf schnellen Datendurchsatz zwischen Prozessor, Grafikeinheit und Arbeitsspeicher angewiesen sind, dürfte dieser Zuwachs spürbar sein – etwa bei rechenintensiven Grafik- oder KI-Workloads, die von der großen Menge an zuweisbarem Grafikspeicher profitieren.
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Prozessor-Architektur im Detail
Der Ryzen AI Max+ PRO 495 basiert auf 16 Zen-5-Kernen, die laut notebookcheck.net mit bis zu 5,2 GHz takten. Für die Grafikausgabe ist eine integrierte Radeon 8065S zuständig, die über 40 Compute Units verfügt und mit 3,0 GHz arbeitet.
Ergänzt wird die Architektur durch eine NPU, deren Leistung von notebookcheck.net mit 55 TOPS angegeben wird. Videocardz.com nennt für die NPU-Leistung des Chips dagegen einen Wert von 131 TOPS – die Diskrepanz zwischen beiden Angaben bleibt bislang ungeklärt, da beide Quellen sich auf denselben Prozessor beziehen.
Die Kombination aus hoher Kernzahl, leistungsfähiger integrierter Grafik und einer dedizierten NPU positioniert den Chip als Baustein für Systeme, die sowohl klassische Rechenlast als auch KI-Inferenz direkt auf dem Gerät bewältigen sollen.
Insbesondere die Möglichkeit, große Anteile des Unified Memory der Grafikeinheit zuzuweisen, spricht für Einsatzszenarien, in denen lokal große Sprachmodelle oder andere speicherintensive KI-Anwendungen laufen sollen, ohne auf dedizierten Grafikspeicher einer separaten GPU angewiesen zu sein.
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Verfügbarkeit und Preis noch offen
Trotz der detailliert bekannten technischen Spezifikationen bleibt der kommerzielle Status des Geräts vorerst unklar. Der Framework Desktop mit dem neuen Prozessor ist laut videocardz.com aktuell lediglich als „coming soon“ gelistet. Ein Preis wurde bislang nicht genannt. Interessenten müssen sich daher gedulden, bis Framework konkrete Angaben zu Verfügbarkeit und Kosten des Systems veröffentlicht.
Für Käufer, die bereits mit dem bisherigen Framework Desktop auf Basis des Ryzen AI Max+ 395 liebäugeln, dürfte die Ankündigung des neuen Modells zunächst vor allem eine Frage aufwerfen: ob sich ein Warten auf die leistungsstärkere Variante mit größerem Speicherausbau lohnt. Solange Framework jedoch weder Preis noch konkretes Verkaufsdatum nennt, bleibt diese Entscheidung eine Abwägung auf Basis unvollständiger Informationen.
