Frachtdiebstahl explodiert: 725 Mio. Dollar Verluste durch NVIDIA-Raub
02.07.2026 - 10:32:07 | boerse-global.de
Im Fokus: NVIDIA-GPUs, Hochleistungsserver und Kupfer.
In den USA und Kanada haben organisierte Banden die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz ins Visier genommen. Sie stehlen vermehrt NVIDIA-Grafikprozessoren, Hochleistungsserver und Kupferkabel. Die Täter gehen professionell vor – und entwenden teilweise komplette Sattelauflieger.
Millionenschwere Verluste durch Frachtdiebstahl
Die Sicherheitslage im Logistiksektor für Hochtechnologie hat sich drastisch verschlechtert. In den USA und Kanada stiegen die Verluste durch Frachtdiebstahl im Jahr 2025 auf 725 Millionen US-Dollar. Das ist ein Zuwachs von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Wert pro Diebstahl liegt mittlerweile bei rund 274.000 US-Dollar.
Jüngste Vorfälle zeigen die Dimension. In der Region Chicago stellten Sicherheitsbehörden zwei gestohlene Anhänger sicher. Die Ladung: Ausrüstung für Rechenzentren im Wert von über 1,3 Millionen US-Dollar. Darunter Hardware aus Florida (eine Million US-Dollar) und Kupferkabel aus Alabama (300.000 US-Dollar). Um die Rückverfolgung zu erschweren, hatten die Täter bei den Kupferbeständen gezielt Markierungen entfernt.
Auch aus Kanada wurden Vorfälle gemeldet. Dort entwendeten Unbekannte Elektronik und Kupfer im Wert von rund fünf Millionen US-Dollar.
Kupferdiebstahl in Deutschland legt massiv zu
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Parallel zu den Entwicklungen in Nordamerika verzeichnen Sicherheitsbehörden auch in Deutschland einen deutlichen Anstieg von Metalldiebstählen. Besonders betroffen ist die kritische Infrastruktur.
In Sachsen-Anhalt meldete die Bundespolizei für Januar bis April 2026 insgesamt 57 Metalldiebstähle an Bahnanlagen. Das entspricht einer Steigerung von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In 50 der Fälle handelte es sich um Kupferdiebstahl.
Der Materialwert von Kupfer liegt zwischen 5 und 10 Euro pro Kilogramm. Das macht das Metall attraktiv für organisierte Banden. Neben Bahnanlagen sind zunehmend auch Baustellen für erneuerbare Energien betroffen. Mitte Juni wurde der Diebstahl von drei Kabeltrommeln von einer Windpark-Baustelle bei Jeggeleben gemeldet. Der Sachschaden liegt im fünfstelligen Bereich. In Ginsheim-Gustavsburg entwendeten Unbekannte zudem ein 120 Meter langes Starkstromkabel von einer Baustelle am Mainufer.
Rekordhoch bei Ladendiebstählen
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Neben gezielten Hardware- und Rohstoffdiebstählen kämpft der deutsche Einzelhandel mit einer weiteren Verschärfung der Sicherheitslage. Nach Daten des EHI Retail Institute erreichte der Schaden durch Ladendiebstähle im Jahr 2025 ein Rekordhoch: 4,3 Milliarden Euro.
Das entspricht einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb der letzten fänf Jahre legten die Schäden um 30 Prozent zu. Die polizeilich registrierten Fälle stiegen um fünf Prozent auf 383.000. Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass rund 98 Prozent aller Taten unentdeckt bleiben.
Den größten Anteil am Gesamtschaden verursachten Kunden mit etwa 3,05 Milliarden Euro. Rund ein Drittel dieser Delikte wird der organisierten Kriminalität zugerechnet. Weitere Schäden entstehen durch Mitarbeiter und externe Dienstleister. Die Reaktion des Einzelhandels: Investitionen von rund 1,7 Milliarden Euro in Sicherheitsmaßnahmen und Prävention.
