Food, Upcycling

Food Upcycling: Biertreber spart 640 Kilogramm CO? pro 1000 Portionen

06.06.2026 - 19:19:17 | boerse-global.de

Moderne Technik verwandelt Küchenabfälle in Rohstoffe. KI-Sortierung und Food Upcycling treiben die Branche voran.

Bioabfall-Verwertung: KI und Food Upcycling revolutionieren die Branche
Food - Nahaufnahme von Biertreber, der zu einem neuen Lebensmittelprodukt verarbeitet wird, mit unscharfem Hintergrund einer modernen Anlage. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während kompakte Vorkomposter wie der Dreame SF25 private Haushalte erobern, setzen Großanlagen auf künstliche Intelligenz und Food Upcycling.

Kompostieren per Knopfdruck

Der Dreame SF25 verwandelt Küchenabfälle in wenigen Stunden in trockenes Substrat. Das Volumen schrumpft dabei um rund 90 Prozent, wie Tests zeigen. Ein Zyklus dauert etwa sechs Stunden und verbraucht 0,8 Kilowattstunden Strom.

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Bei täglichem Betrieb kommen monatlich rund 24 Kilowattstunden zusammen. Die ökologische Bilanz hängt stark von der Energiequelle ab – am sinnvollsten ist der Betrieb mit Photovoltaik-Strom. Das Gerät kostet rund 400 Euro.

Bierbrauen fürs Klima

Das Studierendenwerk Bielefeld startete im Frühjahr 2026 ein ungewöhnliches Projekt: Aus Biertreber entstehen pflanzliche Fleischalternativen. Pro 1000 Portionen spart das sogenannte Food Upcycling rund 640 Kilogramm CO?-Äquivalente.

Auch KI-gesteuerte Kochroboter halten Einzug in Großküchen. Das Unternehmen Circus SE liefert seine Systeme unter anderem an die Bundeswehr. Für 2026 erwartet die Firma einen Umsatz von bis zu 55 Millionen Euro. Die operative Rentabilität bleibt wegen hoher Investitionskosten aber noch aus.

Milliarden für die Müllwende

Wiesbaden baut eine neue Bioabfallvergärungsanlage auf der Deponie Dyckerhoffbruch. Rund 40 Millionen Euro fließen in das Projekt, das bis 2029 ans Netz gehen soll. Jährlich werden dort 60.000 Tonnen Bioabfall zu Biogas verarbeitet.

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Bremen hat im Juni 2026 ein neues Rohstoff-Werk in Betrieb genommen. Die Anlage sortiert Gewerbeabfälle mit KI-gestützten Systemen und identifiziert Kunststoffe, Eisen und Holz präzise. Mit einer Kapazität von 350.000 Tonnen pro Jahr ist sie eine der modernsten ihrer Art. Die EU förderte das Projekt mit 3,5 Millionen Euro.

Vom Abfall zum Rohstoff

Das Forschungsprojekt „SoliD-Q“ kombiniert KI-Sortierung mit digitalen Produktpässen für recycelte Kunststoffe. Bis Juli 2028 soll die Qualität der Rezyklate so weit steigen, dass sie Primärrohstoffe ersetzen können.

Ein weiterer Ansatz kommt aus der Industrie: Aus Reisspelzen gewonnenes bio-basiertes Siliciumdioxid ersetzt herkömmlichen Quarzsand. Das spart nicht nur Energie bei der Produktion, sondern senkt durch verbesserten Rollwiderstand auch Fahrzeugemissionen. Die technologische Reduzierung von Küchen- und Agrarabfällen wird damit zunehmend Teil einer umfassenden Rohstoffstrategie.

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