Flughafen-Datenleck, Millionen

Flughafen-Datenleck: 8,7 Millionen Passagiere betroffen

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 23:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bei der Manchester Airports Group wurden Daten von 8,7 Millionen Kunden entwendet, während der Flugbetrieb stabil blieb und Behörden ermitteln.

Manchester Airports Group: Cyberangriff legt Kundendaten offen
Moderne, menschenleere Flughafenhalle bei Dämmerung mit Fokus auf die Architektur und die leeren Check-in-Bereiche. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Manchester Airports Group (MAG) ist Ziel eines umfangreichen Cyberangriffs geworden, bei dem die persönlichen Informationen von schätzungsweise 8,7 Millionen Kunden entwendet wurden. Der Vorfall betrifft die drei zum Konzern gehörenden Flughäfen Manchester, London-Stansted und East Midlands.

Wie das Unternehmen mitteilte, konzentrierte sich der Datendiebstahl auf spezifische Dienstleistungsbereiche der Flughäfen, während der operative Flugbetrieb ohne Unterbrechungen fortgesetzt werden konnte.

Art der entwendeten Informationen und betroffene Dienste

Nach aktuellem Kenntnisstand umfasst der Datensatz eine Vielzahl persönlicher Details. Dazu gehören E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Postleitzahlen der betroffenen Passagiere. Zudem wurden in zahlreichen Fällen die Kfz-Kennzeichen von Kunden erfasst, die Parkdienstleistungen an den Standorten in Anspruch genommen hatten. Die Manchester Airports Group betonte jedoch, dass keine sensiblen Zahlungs- oder Bankdaten kompromittiert wurden.

Die Analyse der betroffenen Systeme ergab, dass die Daten aus verschiedenen Servicebereichen der Flughäfen East Midlands, Manchester und Stansted stammen. Konkret betroffen sind Informationen von Kunden, die Parkhäuser, Lounges oder Fast-Track-Angebote gebucht hatten. Auch Nutzer des flughafeneigenen WLAN-Dienstes sind von dem Leck betroffen.

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Umgang mit der Erpressung und technische Folgen

Die für den Angriff verantwortlichen Akteure haben eine Lösegeldforderung an die Manchester Airports Group gestellt. Das Unternehmen gab bekannt, dass es die Zahlung dieser Forderung ablehnt. Als unmittelbare Reaktion auf den Sicherheitsvorfall wurden bestimmte digitale Dienste vorsorglich deaktiviert. So ist der Dienst „Manage My Booking“ derzeit offline und steht den Kunden für administrative Änderungen an ihren Buchungen nicht zur Verfügung.

Für Passagiere, die Fragen zu ihren Buchungen oder dem Vorfall haben, hat die Flughafengesellschaft eine telefonische Anlaufstelle unter der Nummer 0208 163 8001 eingerichtet. Darüber hinaus besteht für Kunden die Möglichkeit, über die Plattform „Have I Been Pwned“ eigenständig zu prüfen, ob ihre Daten Teil des Lecks sind.

Einbindung der Behörden und operative Lage

Obwohl der Cyberangriff erhebliche Auswirkungen auf die Dateninfrastruktur hatte, blieb der Flugbetrieb an allen drei Standorten stabil. Reisende müssen derzeit nicht mit Verspätungen oder Ausfällen rechnen, die unmittelbar auf den Hackerangriff zurückzuführen sind.

Die Bedeutung der betroffenen Flughäfen für den britischen Luftverkehr ist erheblich: Die Manchester Airports Group wickelt an ihren Standorten jährlich etwa 65 Millionen Passagiere ab.

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Der Vorfall hat bereits die zuständigen Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen. Das britische Information Commissioner's Office (ICO) wurde in den Fall eingebunden, um die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen zu prüfen.

Parallel dazu hat das National Cyber Security Centre (NCSC) eine offizielle Beratung zur aktuellen Sicherheitslage herausgegeben, um das Unternehmen bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen und weitere Risiken zu minimieren. Die Ermittlungen zum genauen Hergang und zum Ursprung des Angriffs dauern an.

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