Flugangst: 44% der Jungen sind verunsichert, nur 33% der Älteren
29.05.2026 - 08:04:33 | boerse-global.deWährend die meisten Menschen Flugreisen gelassen angehen, kämpft ein wachsender Teil der Bevölkerung mit extremer Flugangst. Spezielle Seminare sollen Betroffenen helfen, ihre Phobien zu überwinden.
Spezielle Seminare gegen die Angst vorm Fliegen
Fachberichte belegen die Wirksamkeit von Programmen, die speziell für Menschen mit ausgeprägter Aviophobie entwickelt wurden. Die Teilnehmer erhalten eine Mischung aus psychologischer Aufklärung und praktischen Übungen. Ziel ist die Rückkehr ins Flugzeug. Die Nachfrage steigt – auch wegen der komplexer werdenden globalen Sicherheitslage, die bei vulnerablen Gruppen zusätzliche Verunsicherung auslöst.
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Neben spezifischen Flugangst-Seminaren gewinnen allgemeine Angebote zur psychischen Widerstandskraft an Bedeutung. Mitte Juni plant Jena das erste Thüringer Selbsthilfewochenende. Unter dem Motto „Resilienz und authentische Kommunikation“ geht es um kollektive Unterstützung in Selbsthilfegruppen. Die AOK PLUS fördert solche Initiativen in der Region mit jährlich rund 50.000 Euro.
Jeder zweite Deutsche macht sich Sorgen um die Reise
Eine Ipsos-Umfrage vom 8. bis 10. Mai 2026 zeigt die aktuelle Stimmungslage der Reisenden. Von 1.000 Befragten machten sich 57 Prozent keine Sorgen um ihre Reiseplanung. 15 Prozent äußerten große Besorgnis, 21 Prozent waren etwas besorgt.
Die Ursachen sind vielfältig:
- Steigende Reisekosten: 38 Prozent der Besorgten nennen das als Hauptgrund.
- Die allgemeine Sicherheitslage: 20 Prozent sind verunsichert.
- Mögliche Flugausfälle: 14 Prozent sehen darin eine Belastung.
Auffällig: Die jüngere Altersgruppe zwischen 18 und 39 Jahren ist stärker verunsichert. 44 Prozent von ihnen äußerten Besorgnis, bei den Älteren waren es nur 33 Prozent.
Branche setzt auf Transparenz und Absicherung
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Um Ängsten entgegenzuwirken, betonen Branchenvertreter die Stabilität der operativen Rahmenbedingungen. Am 27. Mai erklärten Führungskräfte der Lufthansa Group und des Flughafenbetreibers Fraport: Die Versorgungssicherheit für die Sommermonate ist gewährleistet. Trotz internationaler Spannungen und der teilweisen Blockade der Straße von Hormus – über die normalerweise mehr als 25 Prozent des europäischen Kerosinbedarfs laufen – sehen Experten keine Gefahr für den Flugbetrieb.
Die Kompensation möglicher Lieferengpässe erfolgt durch verstärkte Importe aus Nordamerika und Afrika sowie maximierte Produktion in europäischen Raffinerien. Eurowings sichert sich zudem ab: 80 Prozent des Treibstoffbedarfs sind durch Derivate gedeckt.
Für den Fall unvorhergesehener Störungen haben große Fluggesellschaften zugesichert: Betroffene Passagiere erhalten entweder eine Umbuchung oder die vollständige Erstattung des Ticketpreises. Das soll zur finanziellen und emotionalen Entlastung beitragen.
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