Floin, Cyberangriff

Floin nach Cyberangriff offline: App und Webplattform abgeschaltet

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 15:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach dem bestätigten Angriff sind Floins digitale Zugänge abgeschaltet; Schadenshöhe und betroffene Kryptowerte bleiben bislang unbekannt.
Ein modernes Bürogebäude aus Glas und Stahl in Vaduz in der Abenddämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Die in Vaduz ansässige Krypto-Plattform Floin hat nach einem bestätigten Cyberangriff ihre App sowie die Webplattform offline genommen. Der Zugriff für Nutzerinnen und Nutzer ist über beide Zugangswege derzeit gestört, wie Medien am 31.10.2026 berichteten.

Einzahlungsstopp für Kunden eingerichtet

In einer Mitteilung per E-Mail, die um 10:54 UTC beziehungsweise 11:54 Uhr an die Kundschaft versendet wurde, forderte Floin dazu auf, keinerlei Einzahlungen mehr an Wallets der Plattform vorzunehmen. Dieser Hinweis gilt laut dem Unternehmen ausdrücklich auch für Übertragungen von externen Wallets oder anderen Krypto-Börsen.

Bis zum Samstagnachmittag blieben wesentliche Details des Sicherheitsvorfalls noch unklar. Das Unternehmen machte bis zu diesem Zeitpunkt weder Angaben zur konkreten Höhe eines möglichen Schadensbetrags noch zu den potenziell betroffenen digitalen Vermögenswerten oder Token.

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Rechtlicher Rahmen und Anlegerschutz

Der Vorfall rückt erneut die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Schutz von Einlagen auf Handelsplattformen in den Fokus. Die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro gemäß der EU-Richtlinie 2014/49/EU greift für Kryptowerte nicht.

Für europäische Krypto-Dienstleister sind stattdessen die Vorgaben der Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA) maßgeblich. Diese verpflichtet Dienstleister gemäß Artikel 75 Absatz 7 und 8 zu einer strikt getrennten Verwahrung von Kundengeldern und etabliert eine Haftung für Verluste von Kryptowerten bis zu deren Marktwert.

Der Angriff auf Floin reiht sich in eine Serie von Attacken auf Krypto-Dienstleister ein. Laut Branchenberichten vom 31.10.2026 handelt es sich dabei bereits um den zweiten Vorfall bei einer zentralen Plattform innerhalb von 48 Stunden.

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Zuvor war es am 29.10.2026 zu einem Hack bei der Krypto-Börse Binance gekommen, bei dem der Schaden nach Angaben von Binance rund 6,3 Mrd. US-Dollar betrug. Floin hat bislang noch keine weiteren Details zur Wiederherstellung des regulären Betriebs veröffentlicht.

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