Fitbit-Update, Automatische

Fitbit-Update: Automatische Trainingserkennung wächst auf über 100 Sportarten

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 22:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fitbit erhält KI-gestützte Gesundheitstrends und eine ausgebaute Trainingserkennung; der neue Edge bietet bis zu sieben Tage Akkulaufzeit.

Google erweitert Fitbit um Health Guardian und Erkennung für 100 Sportarten
Ein minimalistischer, lichtdurchfluteter Raum mit sanftem Tageslicht auf einem Holzboden als Symbol für Wohlbefinden. Illustration mit AI erstellt.

Google bringt die KI-gestützte Gesundheitsfunktion Health Guardian auf die Fitness-Tracker Fitbit Air und Fitbit Edge und überarbeitet parallel die automatische Trainingserkennung der Geräte. Der Rollout der Softwarefunktionen soll im weiteren Verlauf des Monats für Abonnenten des Dienstes Google Health Premium starten, nachdem die Gesundheitsanalyse bereits im vergangenen Sommer für die Pixel Watch eingeführt worden war.

Monatliche Trendberichte ohne Diagnoseanspruch

Die Funktion Health Guardian erstellt auf Basis von Datenanalysen monatliche Zusammenfassungen zu Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends direkt in der Health-App, sofern die jeweiligen Trageanforderungen erfüllt sind.

Ergänzt wird die Auswertung um Analysen zur Schlafatmungsqualität, eine Erkennung von Atemnot sowie Warnmeldungen bei auffällig hohen oder niedrigen Herzfrequenzen. Ein integrierter Health Coach leitet daraus Empfehlungen für den Alltag ab.

Nach Angaben von Google basieren die Analysen auf sogenannten Foundation Models, die mit Daten aus Billionen Minuten trainiert wurden. Das System verstehe sich dabei als eine Art Kontrollleuchte für das allgemeine Wohlbefinden und diene ausdrücklich nicht medizinischen Diagnosen.

Die Nutzung setzt ein kostenpflichtiges Google-Health-Premium-Abonnement voraus, das ab 9 Euro pro Monat erhältlich und auch im Google AI Pro Plan für 20 US-Dollar monatlich enthalten ist. Käufer der Modelle Fitbit Air und Edge erhalten drei Gratismonate des Premium-Dienstes.

Sprachmodelle verbessern Trainingserkennung

Gleichzeitig baut Google die automatische Aktivitätserkennung für Fitbit Air, Fitbit Edge sowie die Modelle Pixel Watch 3, 4 und 5 über ein kostenloses Update aus. Die Zahl der automatisch erfassten Sportarten steigt von bisher 10 auf über 100 Aktivitäten, darunter Krafttraining, Schwimmen sowie Racketsportarten wie Tennis und Teamsport.

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Hierbei greift Google auf ein großes Sprachmodell zurück, das Bewegungssignale mit Kontextfaktoren wie Standortdaten, bisherigen Trainingsgewohnheiten und manuellen Korrekturen abgleicht. Nach Herstellerangaben verdoppelt dieser Ansatz die Genauigkeit nahezu, während nicht erkannte Trainingseinheiten um mehr als die Hälfte reduziert würden.

Die automatische Erfassung startet standardmäßig ab einer Dauer von 15 Minuten mit erhöhter Herzfrequenz und liefert die Auswertung meist innerhalb von 30 Minuten in der App. Ob die Berechnungen lokal auf den Geräten oder in der Cloud erfolgen, ließ das Unternehmen offen.

Neuer Tracker Fitbit Edge und Partnerschaften

Die Software-Neuerungen begleiten die Vorstellung des Fitness-Trackers Fitbit Edge, der die Nachfolge des Charge 6 antritt und sich zwischen dem Fitbit Air und der Pixel Watch 5 positioniert.

Das Gerät verfügt über ein 1,34 Zoll großes OLED-Display mit 46 Prozent mehr Anzeigefläche als Vorgängermodelle, ein 11,5 Millimeter dünnes Aluminiumgehäuse mit einem Gewicht von 17,7 Gramm ohne Armband sowie eine physische Seitentaste. Es bietet Sensoren für EKG, Hauttemperatur, Blutsauerstoff und optische Herzfrequenzmessung sowie ein um 40 Prozent genaueres GPS.

Erstmals verbaut Google einen austauschbaren Akku, der bis zu sieben Tage Laufzeit bietet und nach fünf Minuten Ladezeit Energie für einen weiteren Tag liefert.

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Der Fitbit Edge ist in den USA für 179,99 US-Dollar vorbestellbar und ab dem 27. Oktober im Handel erhältlich; zudem erscheint eine Sonderedition mit Stephen Curry für 219,99 US-Dollar, der auch als Berater im Google-Health-Team fungiert.

Für den Fitbit Air bietet Google ab demselben Datum zudem ein Edelstahlarmband für 69,99 US-Dollar an. Im App-Ökosystem kündigte das Unternehmen zudem erweiterte Datenschnittstellen an, darunter eine Anbindung an Flo Health zur Synchronisation von Zyklusdaten ab Anfang 2027 sowie Integrationen für MyFitnessPal und Abbott Lingo.

Mehr zum Thema bei Golem.de: „Fitbit Edge: Googles neuer GPS-Tracker erkennt 100 Sportarten per KI“

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