Fitbit Health Guardian: Warnsystem startet Ende Oktober für zwei Modelle
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 05:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google geht eine mehrjährige strategische Partnerschaft mit Flo Health ein und erweitert zugleich die sensorbasierten Überwachungsfunktionen seiner Fitbit-Geräte.
Durch die Kooperation mit der Plattform für Frauengesundheit, die monatlich mehr als 80 Millionen Nutzerinnen verzeichnet, will der Technologiekonzern das digitale Gesundheitsmanagement vertiefen. Parallel dazu führt das Unternehmen neue Überwachungsfunktionen wie das Warnsystem Health Guardian für zusätzliche Modelle ein.
Integration von Zyklusdaten und gemeinsame Forschung
Im Rahmen der Allianz tätigt Google zudem eine strategische Investition in Flo Health, nennt dazu jedoch keine finanziellen Details zu Kosten, Umsatzbeitrag oder Zielen.
Die Kooperation basiert auf vier zentralen Säulen: dem Datenaustausch zwischen den Anwendungen, einer Einbindung in den Google Health Coach, gemeinsamen Forschungsprojekten sowie der Entwicklung künftiger Produkte. Inhaltliche Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit sollen unter anderem auf den Themen Perimenopause, PMOS, Schwangerschaft und der Phase nach der Geburt liegen.
Ab Anfang 2027 ist ein Synchronisieren der Zyklusdaten aus der Flo-App mit Google Health vorgesehen. Die Informationen sollen dort mit biometrischen Messwerten wie der Ruheherzfrequenz, der Herzfrequenzvariabilität (HRV), der Hauttemperatur und den erfassten Schlafphasen verknüpft werden.
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Nach Angaben der Unternehmen unterliegt die Verarbeitung einem Opt-in-Modell für sensible Gesundheitsdaten. Eine werbliche Nutzung oder ein Weiterverkauf der Daten sei ausgeschlossen, und erteilte Zustimmungen ließen sich jederzeit widerrufen.
Health Guardian und neue Algorithmen für Aktivitätstracking
Zeitgleich baut Google den Funktionsumfang seiner tragbaren Geräte aus. Das System Health Guardian soll ab Ende Oktober 2026 für die Modelle Fitbit Air und Fitbit Edge in Kombination mit einem kostenpflichtigen Google Health Premium-Abonnement bereitstehen, das 8,99 Euro pro Monat kostet.
Die Funktion analysiert Schlafatmungstrends, erkennt potenzielle Atemnot und liefert monatliche Berichte zu Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends, sofern bestimmte Trageanforderungen erfüllt werden. Die Schätzung zur Insulinresistenz erfolgt dabei über Sensordaten wie Herzfrequenz, Bewegungsmuster, Hauttemperatur und Höhenunterschiede.
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Ebenfalls ab Ende Oktober 2026 weitet Google die automatische Aktivitätserkennung für die Modelle Fitbit Air, Fitbit Edge sowie die Pixel Watch 3, 4 und 5 von bislang 10 auf über 100 Aktivitäten aus. Dazu zählen unter anderem Krafttraining, Schwimmen sowie verschiedene Team- und Schlägersportarten.
Nach Unternehmensangaben arbeite die Erkennung fast doppelt so genau und reduziere verpasste Trainingseinheiten um über 50 Prozent. Als Standardschwelle für die Erkennung gelten 15 Minuten, gefolgt von einer Zusammenfassung nach rund 30 Minuten.
Neues Modell Fitbit Edge angekündigt
Flankierend kündigte Google die Verfügbarkeit der Fitness-Smartwatch Fitbit Edge an, die sich vorbestellen lässt und ab dem 27. Oktober für 179.99 US-Dollar in den Handel kommt. Eine Stephen Curry Special Edition wird für 219.99 US-Dollar angeboten. Das 11,5 Millimeter dünne Aluminiumgehäuse verfügt über ein 1,34 Zoll großes Always-on-AMOLED-Display, womit die Anzeigefläche im Vergleich zur Fitbit Charge 6 um 46 Prozent größer ausfällt.
Zudem ist das Gerät laut Google 45 Prozent leichter als eine Apple Watch Series 12. Neben Sensoren für EKG, Sauerstoffsättigung, Hauttemperatur und einem um 40 Prozent genaueren GPS zeichnet sich das nach IP68 und 5 ATM geschützte Modell durch Reparierbarkeit aus: Der Akku, der bis zu 7 Tage Laufzeit bietet, lässt sich über vier Schrauben austauschen. Auf kontaktloses Bezahlen via Google Pay müssen Nutzer mangels NFC-Chip allerdings verzichten.
