Fitbit Edge: Google startet den Verkauf am 27. Oktober in 20 Ländern
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 21:34 Uhr | Redaktion boerse-global.deGoogle hat den neuen Fitness-Tracker Fitbit Edge vorgestellt. Das Gerät wird zu einem Preis von 179,99 Euro beziehungsweise 179,99 US-Dollar angeboten, während der Preis in Großbritannien bei 159,99 Pfund liegt.
Für den ägyptischen Markt nannte das Unternehmen keinen offiziellen Preis. Vorbestellungen für den Tracker laufen bereits seit dem 12.10.2026, der reguläre Verkauf sowie die Auslieferung beginnen am 27.10.2026 in insgesamt 20 Ländern.
Mit dem Modell löst der Konzern den Fitbit Charge 6 aus dem Jahr 2023 ab. Die bisherige Charge-Produktlinie wird damit eingestellt; Google richtet seinen strategischen Fokus künftig auf den Edge, die hauseigene Pixel Watch und den Fitbit Air.
Reparierbares Gehäuse und vergrößertes Display
Als wesentliche Neuerung hebt Google den modularen Aufbau hervor. Der Fitbit Edge ist laut Herstellerangaben der erste reparierbare Fitness-Tracker der Marke und verfügt über einen austauschbaren Akku mit einer Kapazität von 65 Milliamperestunden.
Die Laufzeit beträgt ohne aktiviertes Always-on-Display bis zu sieben Tage. Über das Ladesystem genügt eine Ladedauer von fünf Minuten für einen Tag Nutzung, während ein vollständiger Ladevorgang von null auf hundert Prozent rund 90 Minuten in Anspruch nimmt.
Das Gehäuse besteht zu 100 Prozent aus recyceltem Aluminium, misst 39,22 mal 25,56 mal 11,58 Millimeter und bringt ohne Armband 17,7 Gramm auf die Waage. Es ist nach IP68 zertifiziert und bis zu 5 ATM wasserdicht.
Der 1,34 Zoll große AMOLED-Touchscreen bietet eine um 46 Prozent größere Anzeigefläche als das Display des Charge 6 mit seinen 1,04 Zoll. Die Bedienung erfolgt neben dem Touchscreen über eine physische Seitentaste anstelle der bisherigen Sensorfläche.
Sensorausstattung und KI-gestützte Funktionen
Die Hardware basiert auf dem Mikrocontroller Ambiq AP5 mit 64 Megabyte Speicher und Bluetooth 5.4. Das integrierte GPS arbeite laut Google um 40 Prozent präziser als beim Vorgänger, verzichtet jedoch auf die Dual-Band-Technik der Pixel Watch 5. Für die Messung biometrischer Werte sind Elektroden für EKG, ein PPG-Sensor, Rot- und Infrarotlicht zur Erfassung des SpO2-Werts, ein Hauttemperatursensor, ein Höhenmesser, ein Beschleunigungsmesser, ein Gyroskop sowie ein Umgebungslichtsensor verbaut. Die Herzfrequenz wird in Intervallen von zwei Sekunden erfasst.
Im Rahmen des Programms Health Guardian analysiert das Gerät Trends bei Blutdruckveränderungen und Insulinresistenz ohne Nadeln oder externe Sensoren. Eine Funktion zur Erfassung der Schlafatmung ist zum Start nicht integriert, eine spätere Nachrüstung schließt Google jedoch nicht aus.
Bei der automatischen Trainingserkennung kommt ein großes Sprachmodell zum Einsatz. Dadurch steigt die Zahl der automatisch erkannten Aktivitäten von rund 10 auf über 100 Sportarten, darunter Schwimmen, Krafttraining, Racket- und Teamsportarten. Die Erkennungsgenauigkeit habe sich dadurch nahezu verdoppelt, verpasste Einheiten seien in internen Tests um über die Hälfte gesunken.
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Abgrenzung zur Smartwatch und Softwareanbindung
Um eine klare Trennung zur Pixel Watch 5 zu wahren, fehlen dem Edge ein Mikrofon, Lautsprecher für Telefonate, ein LTE-Modem sowie direkte Notruffunktionen. Auf NFC und Google Wallet verzichtet Google bewusst: Eine Auswertung beim Vorgänger Charge 6 habe ergeben, dass weniger als ein Prozent der Nutzer kontaktlos mit dem Gerät bezahlt hätten.
Auf dem Tracker läuft Fitbit OS, das Smartphones ab Android 11 sowie iOS ab Version 16.4 unterstützt. Der KI-Assistent Gemini arbeitet nicht direkt auf dem Gerät, sondern tauscht Daten über die Smartphone-App mit dem Health Coach aus. Im Bereich der Frauengesundheit arbeitet Google im Rahmen einer mehrjährigen Partnerschaft mit Flo Health zusammen, um Menstruationszyklen zu synchronisieren.
Das neu eingeführte Armbandsystem ist nicht mit dem Charge 6 kompatibel. Neben den regulären Gehäusefarben Obsidian, Canyon, Fog und Olive sowie Armbändern der Typen Active Sport, Performance Loop und Metal Links bietet Google eine Stephen-Curry-Edition in Satin Pyrite für 220 US-Dollar beziehungsweise 219 US-Dollar an.
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