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Fitbit Air und Edge: Google zeigt Blutdruck- und Insulintrends ohne Messung

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 05:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Fitbit Air und Edge erhalten biometrische Blutdruck- und Insulinresistenzanalysen, die ein Google-Health-Premium-Abo voraussetzen.
Ein minimalistisches Schlafzimmer bei Morgendämmerung symbolisiert Ruhe und Schlafphasen. Illustration mit AI erstellt.

Google rüstet seine Fitness-Wearables auf und bringt neue Gesundheitsfunktionen auf die Modelle Fitbit Air und Fitbit Edge. Die Geräte erhalten Analysen zu Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends im Rahmen des sogenannten Health-Guardian-Programms. Voraussetzung für die Nutzung auf den beiden Fitbit-Modellen ist ein kostenpflichtiges Abonnement von Google Health Premium.

Biometrische Muster statt klassischer Messung

Die neuen Auswertungen ersetzen keine medizinischen Diagnoseinstrumente und messen weder Blutzucker noch Insulin direkt am Körper. Stattdessen ermittelt das System die Trends auf Basis biometrischer Datenmuster wie Herzfrequenz, körperlicher Aktivität und Schlafwerten.

Auch der Blutdruck-Trend arbeitet ohne klassische Druckmanschette. Die Software analysiert dafür den Puls im Schlaf sowie im Wachzustand und stellt auf dieser Grundlage monatliche Verläufe zusammen.

Für aussagekräftige Ergebnisse verlangt das System eine kontinuierliche Nutzung: Besitzer einer Fitbit Air müssen das Wearable im Oktober an mindestens fünf Tagen getragen haben, um Blutdruck-Trends zu erhalten. Für die Auswertung der Insulinresistenz-Werte sind mindestens sieben Tage und Nächte im Oktober erforderlich. Eine erste monatliche Zusammenfassung soll Anfang November bereitgestellt werden.

Unterschiedliche Preismodelle bei Fitbit und Pixel Watch

Die Verteilung der Funktionen erfolgt über die Version 5.11 der Google Health App, die schrittweise an Nutzer von Android und iOS ausgegeben wird. Während die Funktionen auf den Smartwatches Pixel Watch 3, Pixel Watch 4 und Pixel Watch 5 bereits seit Ende September 2026 kostenlos zur Verfügung stehen, bindet Google den Dienst auf Fitbit Air und Fitbit Edge an eine Bezahlschranke.

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Google Health Premium kostet ab 9,99 US-Dollar pro Monat oder 99 US-Dollar im Jahresabonnement. Die Fitbit Air schlägt mit 149,99 US-Dollar zu Buche, während die Fitbit Edge ab 179,99 US-Dollar angeboten wird. Die Fitbit Edge wird zudem mit Sensoren für Hauttemperatur, einer EKG-Funktion am Handgelenk, Schlafphasen-Tracking sowie Warnungen bei zu hoher oder niedriger Herzfrequenz ausgeliefert.

Eine zusätzliche Funktion zur Messung der Schlafatmungsqualität startete zunächst auf der Pixel Watch und soll nach Angaben des Unternehmens bald auch für die Fitbit Air folgen. Ob hierfür ebenfalls ein Premium-Abonnement verlangt wird und ob die Fitbit Edge das Feature zu einem späteren Zeitpunkt erhält, blieb zunächst offen.

Erweiterte Erkennung von Aktivitäten und Integration von Glukosesensoren

Zusammen mit dem Software-Update baut Google auch die automatische Trainingserfassung aus. Auf der Fitbit Air sowie den Pixel-Watch-Modellen steigt die Zahl der automatisch erkannten Aktivitäten von 10 auf bis zu 100. Das System zeichnet Workouts ab einer Dauer von standardmäßig 15 Minuten mit erhöhter Herzfrequenz eigenständig auf und stellt die Zusammenfassung meist innerhalb von 30 Minuten in der App dar.

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Laut einer Offline-Evaluierung von Google sei die Erkennung fast doppelt so präzise, wodurch über die Hälfte weniger Trainingseinheiten verloren gingen. Bei der Schlafanalyse ergänzt das Update eine Wach-Erkennung über Schrittdaten sowie die Möglichkeit, erfasste Nickerchen manuell zu entfernen.

Für direkte Messwerte lässt sich zudem das kontinuierliche Glukose-Messgerät Lingo von Abbott anbinden. In den USA steht diese Kopplung für Nutzer ab 18 Jahren nach einer 24-stündigen Aufwärmphase des Biosensors zur Verfügung; Werte erscheinen innerhalb von 30 Minuten.

Parallel dazu benannte Google den entsprechenden App-Bereich um und führte eigene Zielbereiche für die Messwerte ein. In der Branche werden die Software-Erweiterungen als Vorbereitung auf Googles Bestreben gewertet, künftig eigene Lösungen im Bereich der kontinuierlichen Glukosemessung voranzutreiben.

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