fit4future: Bewegungszeit von Kindern steigt auf 5,2 Tage pro Woche
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 20:30 Uhr | Redaktion boerse-global.dePräventionsangebote im Kindes- und Jugendalter gelten als zentraler Baustein, um gesunde Verhaltensweisen frühzeitig im Alltag zu verankern. Eine langfristig angelegte Bestandsaufnahme zeigt nun die Entwicklung des Programms fit4future, das von der Krankenkasse DAK-Gesundheit und der fit4future foundation Deutschland getragen wird.
Seit dem Start des Programms im Jahr 2016 haben sich rund 6.950 Einrichtungen mit etwa zwei Millionen Kindern und Jugendlichen an der Initiative beteiligt. Die Krankenkasse, die rund 5,4 Millionen Versicherte zählt, begleitet das Projekt gemeinsam mit der Stiftung über mehrere Förderphasen hinweg.
Wissenschaftliche Evaluation zeigt messbare Verhaltensänderungen
Begleitend zum laufenden Programmzeitraum von 2022 bis 2027 untersucht die Technische Universität München die Wirksamkeit der Maßnahmen. Die wissenschaftliche Evaluation belegt konkrete Veränderungen im Alltag der teilnehmenden Kinder.
So stieg die körperliche Aktivität, gemessen in Tagen pro Woche, um 12,5 Prozent. Die Tage mit einer Bewegungszeit von mindestens 60 Minuten nahmen im ersten Projektjahr von 4,6 auf 5,2 Tage zu und blieben im zweiten Jahr auf diesem Niveau konstant.
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Neben der Bewegung dokumentiert die Untersuchung auch Effekte auf das Ernährungsverhalten. Der Verzehr von Obst in der empfohlenen Menge von zwei Portionen am Tag trat um 24 Prozent häufiger auf. Der Anteil der Kinder mit ausreichendem Obstkonsum stieg dabei um rund ein Viertel auf 51 Prozent. Bei Kindern im Kindergartenalter lag dieser Wert nach der Erhebung bei 61,6 Prozent.
Nachhaltige Etablierung fester Gesundheitsstrukturen
Ein zentrales Ziel des Programms besteht darin, verlässliche Strukturen direkt vor Ort aufzubauen. Laut der Evaluation der Technischen Universität München gelang es 78 Prozent der beteiligten Kindertagesstätten und Schulen, feste Gesundheitsprozesse in ihrem Alltag zu etablieren.
Zwei Jahre nach der eigentlichen Teilnahme waren 53 Prozent der dafür eingerichteten Koordinationsteams weiterhin aktiv. Zudem erarbeiteten 48 Prozent der Kitas sowie 33 Prozent der Schulen ein eigenständiges, individuelles Konzept für die Gesundheitsförderung.
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Derzeit sind im Rahmen des Programms 3.856 Einrichtungen aktiv eingebunden. Diese Gesamtzahl unterteilt sich in 1.317 Kindertagesstätten, 1.426 Grundschulen sowie 1.113 weiterführende Schulen, an denen die Maßnahmen zur Prävention und Bewegungsförderung umgesetzt werden.
