Fischöl, Pankreaskarzinom-Risiko

Fischöl senkt Pankreaskarzinom-Risiko um die Hälfte

08.06.2026 - 05:34:01 | boerse-global.de

Yale-Forschung zeigt: Omega-3-Fettsäuren halbieren Pankreaskarzinom-Risiko bei Mäusen. Neue Therapie und Fasten-Ansätze vorgestellt.

Fischöl senkt Krebsrisiko: Yale-Studie überrascht
Fischöl - Nahaufnahme einer Petrischale mit Zellstrukturen, im Hintergrund verschwommen Fischölkapseln und Salzkristalle. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Forscher der Yale School of Medicine haben einen überraschenden Zusammenhang entdeckt: Eine Ernährung reich an Fischöl könnte das Pankreaskarzinom-Risiko drastisch senken.

Die im Juni 2026 im Fachjournal Cancer Discovery veröffentlichte Studie zeigt: Bei Mäusen reduzierte Omega-3-reiche Nahrung das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs um die Hälfte. „Einfach ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure beschleunigten dagegen das Tumorwachstum“, erklärt Studienleiter Dr. Christian Felipe Ruiz.

Neue Hoffnung für Krebspatienten

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Parallel dazu gibt es Fortschritte bei der Behandlung. Auf der ASCO-Tagung in Chicago präsentierten Forscher im Juni 2026 vielversprechende Daten zu Daraxonrasib. Eine Phase-3-Studie im New England Journal of Medicine belegt: Patienten mit metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs und RAS-Gen-Mutation überlebten unter dem Wirkstoff im Schnitt 13,2 Monate – fast doppelt so lange wie unter Standard-Chemotherapie (6,7 Monate).

Die Nebenwirkungen? Nur 1,2 Prozent der Patienten brachen die Therapie ab. Eine Zulassung in Europa wird für 2027 erwartet.

Antidepressivum verlängert Leben um 30 Prozent

Kann ein altes Medikament den Alterungsprozess bremsen? Die Fudan-Universität veröffentlichte am 5. Juni 2026 in Nature Communications eine Studie, die genau das nahelegt.

Das Team um Weifang Xiang gab Mäusen mit Progerie – einer Krankheit, die vorzeitiges Altern verursacht – den Wirkstoff Mianserin. Ergebnis: Die Lebensspanne stieg um 30 Prozent. Der Mechanismus: Mianserin stellt die Calcium-Homöostase wieder her. Eine gestörte Calcium-Regulierung treibt Entzündungen und Proteinabbau an – und damit das Altern. „Der Effekt könnte auch beim natürlichen Altern wirken“, so die Forscher.

Fasten verbessert Chemotherapie-Erfolg

Nicht nur was wir essen, sondern wann wir essen, rückt in den Fokus. Die Policlinico Gemelli in Rom untersuchte in einer Pilotstudie Kurzzeitfasten bei Patientinnen mit Eierstockkrebs.

Das Protokoll: 36 Stunden Fasten vor der Chemotherapie, 24 Stunden danach. Erste Ergebnisse deuten auf besseres pathologisches Ansprechen und verlängertes progressionsfreies Überleben hin. Grund: Insulin, ein Treiber für Tumorprogression, wird reduziert.

Frühstück schützt die Psyche

Eine südkoreanische Studie des Seoul St. Mary's Hospital im Journal of Affective Disorders zeigt: Wer das Frühstück auslässt, hat ein 1,55-fach erhöhtes Risiko für depressive Symptome. Die Forscher werteten Daten von 22.000 Erwachsenen aus. Einen abschließenden kausalen Beleg gibt es aber noch nicht.

Bluttest erkennt Darmkrebs – aber nicht alle Vorstufen

Die American Cancer Society hat im Juni 2026 ihre Leitlinien aktualisiert. Neu aufgenommen: der Bluttest „Shield“ für Personen ab 45 Jahren. Er erkennt 83 Prozent der Darmkrebsfälle. Die Hürde: Fortgeschrittene Vorstufen identifiziert er nur zu 13 Prozent. Die Darmspiegelung bleibt damit der Goldstandard.

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Warnung vor Nahrungsergänzungsmitteln

Auf dem pharmacon-Kongress in Meran warnten Experten vor unkritischer Supplementierung. „Vor der Einnahme steht die Blutwertbestimmung“, so der Tenor. Risiken durch Überdosierung oder Wechselwirkungen seien real.

Empfohlen wird stattdessen eine pflanzenbetonte Kost: rund 80 Prozent basenbildende Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Kartoffeln. Säurebildner wie Fleisch oder Zucker sollten reduziert werden. Ob eine dauerhafte Übersäuerung durch Nahrung allein möglich ist? In der Wissenschaft bleibt das umstritten.

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