Fischkonsum: Nur 27% der Produkte sind uneingeschränkt empfehlenswert
05.06.2026 - 22:32:35 | boerse-global.de
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die Deutsche Herzstiftung empfehlen eine mediterran orientierte Ernährung als Basis für Herzgesundheit. Pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sollten den Speiseplan dominieren. Hochwertige pflanzliche Öle und moderater Fischkonsum ergänzen die Kost, während Fleisch und Wurst seltener auf den Teller kommen.
Fischkonsum: WWF warnt vor problematischen Quellen
Ein aktueller Marktcheck des WWF vom 4. Juni 2026 zeigt: Nur 27 Prozent der 1.519 untersuchten Fischprodukte sind uneingeschränkt empfehlenswert. 51 Prozent landen in der zweiten Wahl, 22 Prozent sogar auf der Roten Liste.
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Besonders kritisch sieht der WWF Makrelen – 92 Prozent der Produkte stammen aus bedenklichen Quellen. Auch beim Kabeljau sind rund 75 Prozent problematisch. Besser schneiden Alaska-Seelachs (häufig in Fischstäbchen), Hering und Sardinen ab. Die Umweltschutzorganisation rät zu Zertifizierungen wie ASC oder MSC und empfiehlt, Produkte aus Grundschleppnetzfischerei zu meiden.
Gewürze und Lebensmittel: Acht Helfer gegen hohes Cholesterin
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Acht Gewürze – darunter Zimt, Knoblauch, Ingwer und Kurkuma – können den LDL-Cholesterinspiegel positiv beeinflussen. Verantwortlich sind Wirkstoffe wie Allicin im Knoblauch oder Curcumin in der Kurkumawurzel.
Vier natürliche Lebensmittelgruppen senken das Cholesterin besonders effektiv:
- Beeren: Antioxidantien schützen die Gefäße
- Samen und Hülsenfrüchte: Ballaststoffe hemmen die Cholesterinaufnahme
- Hafer: Präbiotische Ballaststoffe fördern die Gallensäure-Produktion
- Wassermelone: Studien belegen kardioprotektive Effekte durch L-Citrullin
Leberfett als Diabetes-Risiko: DDZ warnt
Das Deutsche Diabetes Zentrum in Düsseldorf stellte Anfang Juni 2026 einen klaren Zusammenhang zwischen Organfett und Diabetes fest. Der Leberfettgehalt beeinflusst die Produktion von Glukagon massiv. Typ-2-Diabetiker haben nach Mahlzeiten 75 Prozent höhere Glukagonwerte – Folge einer Leberverfettung. Eine frühzeitige Behandlung der Fettleber könnte das Diabetes-Risiko deutlich senken.
Bei Kindern schlägt die Welt-Adipositas-Gesellschaft Alarm: 15 Prozent der Kinder in Deutschland sind übergewichtig. Hauptursachen sind Softdrinks, Fertig-Snacks und Bewegungsmangel.
Trend zu Eigenmarken: Premium-Segment wächst
Der Lebensmittelmarkt verändert sich: Laut YouGov stieg der Anteil von Eigenmarken zwischen 2021 und 2025 von 41 auf 47 Prozent. Markenprodukte verlieren an Reichweite, während Premium-Eigenmarken ein Umsatzplus von elf Prozent verzeichnen.
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Weniger essen, mehr bewegen: Das Erfolgsrezept
Die Kalorienbilanz bleibt entscheidend für Langlebigkeit. Der italienische Forscher Silvio Garattini empfiehlt das Prinzip Hara Hachi Bu: mit dem Essen aufhören, bevor das Sättigungsgefühl voll einsetzt. Kombiniert mit täglicher Bewegung – schon fünf Minuten zusätzliche Aktivität pro Tag senken das Sterberisiko, wie eine Lancet-Studie belegt – bildet moderates Essen die Basis für gesundes Altern.
Initiativen wie die Aktionswoche in Bielefeld greifen diese Trends auf: Buddha Bowls und veganes Biryani stehen dort im Fokus.
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