Firefox 154: Mozilla behebt 60 Schwachstellen, 17 davon hochriskant
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 13:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Entwickler von Google und Mozilla haben neue Versionen ihrer Webbrowser Chrome und Firefox bereitgestellt. Die Aktualisierungen adressieren eine Vielzahl von Sicherheitslücken, von denen einige als hochriskant oder kritisch eingestuft werden. Nutzer sind angehalten, die neuen Versionen zeitnah zu installieren, um potenzielle Angriffsvektoren zu schließen.
Mozilla behebt Dutzende Schwachstellen in Firefox 154
Mit der Veröffentlichung von Firefox 154 adressiert Mozilla eine erhebliche Anzahl an Sicherheitsdefiziten. Laut dem Mozilla Security Advisory 2026-74 werden insgesamt 60 Schwachstellen behoben, die sich auf 58 CVE-Kennungen verteilen. Davon werden je nach Quelle zwischen 17 und 20 Lücken als hochriskant eingestuft.
Zu den gravierendsten Fehlern gehören Probleme bei der Standort-Isolierung (CVE-2026-74934), Möglichkeiten zum Ausbruch aus der Sicherheits-Sandbox (CVE-2026-75874) sowie mehrere Fälle von Rechteausweitung (Privilege Escalation, darunter CVE-2026-74935) und Use-after-free-Fehlern (CVE-2026-74936).
Neben der Standardversion von Firefox wurden auch Updates für die Extended Support Releases (ESR) zur Verfügung gestellt. Firefox ESR 153.1 korrigiert 52 Schwachstellen, während die Version ESR 140.14 insgesamt 31 und ESR 115.39 noch 13 Sicherheitslücken beheben. Parallel dazu wurde der E-Mail-Client Thunderbird auf Version 154 aktualisiert, um 55 Schwachstellen zu schließen.
Zusätzlich zu den Sicherheitsaspekten führt Firefox 154 funktionale Neuerungen ein. Ein neuer Schutzmechanismus für den lokalen Netzwerkzugriff (LNA) sichert WebSocket-Verbindungen ab. Im Bereich der Produktivität integriert Mozilla das sogenannte Smart Window, das KI-gestützte Tab-Gruppen und eine verbesserte visuelle Verlaufsvorschau bietet.
Nutzer können dabei zwischen verschiedenen KI-Modellen wie Gemini 3.1 Flash Lite, OpenAI oss-gpt-120b oder Qwen3-235B wählen. Für deutsche Nutzer sowie Anwender in Frankreich, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ist Startpage nun als integrierte Suchmaschine verfügbar.
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Zudem ermöglicht der Browser nun das Streaming von über 5.000 PC-Spielen über Nvidia GeForce NOW direkt im Browser. Unter macOS wurde zudem die Latenz bei der Videosuche von etwa 260ms auf 30ms reduziert.
Google schließt kritische Lücken in Chrome 151
Parallel zu Mozilla hat Google den Browser Chrome auf die Version 151 aktualisiert. Das Update behebt insgesamt 15 Schwachstellen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei zwei als kritisch eingestuften Buffer-Overflows in den Komponenten WebGL und Dawn. Von den 15 Fehlern wurden vier durch externe Sicherheitsforscher entdeckt und an das Unternehmen gemeldet.
Die aktualisierte Version 151.0.7922.169/.170 wird für Windows und macOS sowie die Version .169 für Linux verteilt. Auch für Android steht die Version 151.0.7922.169 bereit. Google gab an, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine aktiven Angriffe auf die neu entdeckten Schwachstellen bekannt waren. Die Verteilung der Updates erfolgt automatisch über die integrierte Update-Funktion der Browser in den kommenden Tagen und Wochen.
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Bedeutung der Updates für die IT-Sicherheit
Die zeitgleiche Veröffentlichung umfangreicher Sicherheitspatches durch die beiden führenden Browser-Hersteller unterstreicht die anhaltende Bedrohungslage durch komplexe Schwachstellen wie Use-after-free oder Sandbox-Excapes.
Während Mozilla mit Firefox 154 auch verstärkt auf die Integration von KI-Funktionen und Cloud-Gaming setzt, konzentriert sich Google bei Chrome 151 auf die Stabilisierung kritischer Grafik- und Systemkomponenten.
IT-Sicherheitsexperten raten dazu, die automatischen Update-Funktionen zu aktivieren oder die Aktualisierungen manuell über das Menü der jeweiligen Anwendung anzustoßen, um die Integrität der Systeme zu gewährleisten.
