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Firefox 115 ESR: Support bis März 2027 für Windows 7 und 8

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 09:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Mozilla verlängert Sicherheitsupdates für Firefox 115 ESR überraschend bis März 2027. Besonders Nutzer alter Windows- und Mac-Systeme profitieren.

Firefox 115 ESR: Support-Verlängerung bis März 2027
Vintage Computermonitor mit Firefox-Logo, dahinter leuchtende Leiterplattenmuster. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Millionen Nutzer älterer Windows- und Mac-Versionen können aufatmen. Mozilla hat den Support für Firefox 115 ESR (Extended Support Release) überraschend verlängert. Statt wie geplant im August 2026 auszulaufen, erhalten Nutzer nun bis März 2027 Sicherheitsupdates.

Damit wird Firefox 115 ESR zum am längsten unterstützten Release in der Geschichte des Browsers. Die Entscheidung betrifft vor allem Anwender, die noch auf Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1 sowie auf macOS 10.12, 10.13 und 10.14 unterwegs sind. Für diese veralteten Systeme ist Firefox 115 die letzte kompatible Browser-Version.

Aktuelle Versionen im Überblick

Während die ESR-Version die Alt-Systeme versorgt, arbeitet die stabile Hauptversion des Browsers wie gewohnt weiter. Die aktuelle Version Firefox 152.0.5 wurde am 7. Juli 2026 veröffentlicht. Die spezielle Legacy-Build für die alten Betriebssysteme trägt die Versionsnummer 115.37.0esr und stammt vom 16. Juni 2026.

Marktposition: Firefox kämpft um Relevanz

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Die Verlängerung kommt zu einer Zeit, in der Firefox im globalen Browsermarkt nur noch eine Nischenrolle spielt. Aktuelle Daten vom April 2026 zeigen: Mit einem Desktop-Marktanteil von 4,21 Prozent liegt Mozillas Browser auf Platz vier – weit abgeschlagen hinter Google Chrome (71,56 Prozent), Microsoft Edge und Apples Safari.

Die wirtschaftliche Basis des Projekts bleibt fragil. Mozilla finanziert sich maßgeblich durch Suchpartnerschaften – allen voran den Deal mit Google, das als Standardsuchmaschine in Firefox fungiert. Solche Vereinbarungen sind in der Branche üblich: Google zahlte Apple Berichten zufolge allein 2022 rund 20 Milliarden Euro, um in Safari die Standardsuche zu bleiben.

Unterschiedliche Geschäftsmodelle der Konkurrenz

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Die Browser-Landschaft zeigt, wie unterschiedlich sich Projekte finanzieren. Während Firefox und Safari auf Suchdeals setzen, geht Brave mit einem eigenen Werbe- und Belohnungssystem andere Wege. Vivaldi finanziert sich über Partnerschaften – ohne datengetriebenes Geschäftsmodell. Und kleinere Open-Source-Projekte wie der Thorium-Browser versuchen, allein über Leistungsvorteile zu punkten: Die Entwickler versprechen durch Compiler-Optimierungen höhere Geschwindigkeiten als standardmäßige Chromium-Browser.

Ob die verlängerte Unterstützung alter Systeme Firefox neue Nutzer bringt oder nur den unvermeidlichen Niedergang hinauszögert – das dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.

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