FinanzOnline-Phishing, Betrüger

FinanzOnline-Phishing: Betrüger locken mit 3.612 Euro Steuererstattung

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 15:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Watchlist Internet warnt vor gefälschten FinanzOnline-Mails, die Bankdaten, Online-Banking-Zugänge und Freigabecodes abgreifen sollen.

FinanzOnline-Phishing: Betrüger locken mit angeblicher Steuererstattung
Ein minimalistischer, leerer Schreibtisch in einem modern eingerichteten Raum bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Die Informationsplattform Watchlist Internet warnt vor einer neuen Welle betrügerischer Phishing-Nachrichten, die im Namen des Portals FinanzOnline im Umlauf sind.

Wie das Onlineportal 5min.at in einem Bericht vom 27. September 2026 meldet, versuchen Cyberkriminelle derzeit mit dem Versprechen einer hohen Steuererstattung, an sensible Bankdaten und Zugangsdaten von Bürgerinnen und Bürgern zu gelangen. Konkret stellen die Angreifer in den elektronischen Schreiben eine angebliche Rückzahlung in Höhe von 3.612 Euro für das Veranlagungsjahr 2025 in Aussicht.

Gefälschte Absender und manipulierte Schaltflächen

Bei der aktuellen Betrugsmasche nutzen die Täter das vertraute Erscheinungsbild von FinanzOnline, um Empfänger zu unüberlegten Schritten zu verleiten. Zwar wird in den elektronischen Schreiben als Absender FinanzOnline vorgetäuscht, die tatsächliche Absenderadresse weicht jedoch eindeutig davon ab und weist keinen Bezug zu den Systemen der Finanzverwaltung auf.

Inhaltlich setzen die Kriminellen auf den finanziellen Anreiz eines Guthabens. Um den angeblichen Betrag von 3.612 Euro zu erhalten, werden die Empfänger dazu gedrängt, ihre Bankverbindung zu bestätigen. Zu diesem Zweck ist in die E-Mail ein Button zur Angabe der Kontoverbindung eingebettet. Wer dieser Aufforderung folgt und die Schaltfläche betätigt, wird auf eine gefälschte Internetseite weitergeleitet.

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Gezielter Diebstahl von Online-Banking-Zugängen

Auf der nachgebauten Website versuchen die Angreifer, umfassende Kontoinformationen abzugreifen. Die Eingabemasken verlangen neben regulären Bankdaten auch die persönlichen Zugangsdaten für das Online-Banking.

Darüber hinaus fordern die Betrüger die Eingabe von Bestätigungscodes an. Mit solchen Freigabecodes, die im regulären Bankbetrieb zur Autorisierung von Transaktionen dienen, können Kriminelle versuchen, unbefugte Überweisungen auszuführen oder Einstellungen im Bankkonto zu ändern.

Die Plattform Watchlist Internet verweist darauf, dass die einzig legitime Adresse für das behördliche Portal finanzonline.bmf.gv.at lautet. Behörden fordern Steuerzahler grundsätzlich nicht per E-Mail-Link zur Eingabe von Bankzugangsdaten oder Freigabecodes auf.

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Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen für Betroffene

Um sich vor Datenmissbrauch und Vermögensschäden zu schützen, sollten Empfänger entsprechende Schreiben ignorieren. Watchlist Internet empfiehlt, Links in diesen E-Mails keinesfalls anzuklicken.

Wer den Status seiner Steuerangelegenheiten prüfen möchte, sollte das Portal FinanzOnline stets direkt über die Eingabe der bekannten Webadresse im Browser ansteuern. Sollten Unklarheiten über angebliche Bescheide oder Erstattungsansprüche bestehen, rät die Organisation, im Zweifel direkt beim zuständigen Finanzamt nachzufragen.

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