Final Cut Camera 2.4: Apple bringt variable Blende aufs iPhone 18 Pro
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 00:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apple hat Final Cut Camera 2.4 veröffentlicht, ein kostenloses Update der professionellen Kamera-App, das speziell auf die neue Hardware des iPhone 18 Pro zugeschnitten ist.
Im Zentrum steht die Unterstützung der variablen Blende der 48-Megapixel-Fusion-Hauptkamera des Geräts – ein Merkmal, das Filmemachern und ambitionierten Nutzern mehr Kontrolle über die Bildgestaltung direkt am Smartphone geben soll. Die Updates wurden am 29. September 2026 angekündigt.
Vier Blendenstufen und mehr manuelle Kontrolle
Die variable Blende der iPhone-18-Pro-Hauptkamera bietet laut Apple vier Stufen: f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4.0. Final Cut Camera 2.4 erlaubt es, diese Stufen manuell zu steuern oder auf eine Blenden- beziehungsweise Zeitautomatik zurückzugreifen. Damit lässt sich die Blendenpriorität ebenso einstellen wie die Verschlusszeitpriorität, was gezielte Belichtungssteuerung auch unter wechselnden Lichtbedingungen ermöglicht.
Die überarbeitete Benutzeroberfläche der App verschafft zudem schnelleren Zugriff auf zentrale Aufnahmeparameter wie Shutter-Winkel, ISO und Weißabgleich.
Neu hinzugekommen sind außerdem anpassbare Overlays, eine False-Color-Darstellung zur Belichtungskontrolle, Clipping-Indikatoren sowie ein verbessertes Focus Peaking mit einstellbarer Empfindlichkeit. Ergänzt wird das Paket durch ein Aufnahmelicht und eine Zwei-Finger-Geste, mit der sich der Sucher leeren lässt.
Cinematic-Effekte auch für reguläre Videos
Eine weitere Neuerung betrifft die Cinematic-Effekte, die bislang speziellen Aufnahmemodi vorbehalten waren. Mit dem Update lassen sie sich nun auch auf reguläre Videos anwenden – einschließlich ProRes- und Apple-Log-Material – und anschließend in Final Cut Pro weiterbearbeiten. Diese Funktion steht auf dem iPhone 18 Pro sowie dem iPhone Duo zur Verfügung.
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Professionelle Werkzeuge mit iOS 27
Mit der kommenden Systemversion iOS 27 erhält Final Cut Camera zusätzliche professionelle Video-Scopes, darunter eine RGB-Parade und ein Histogramm. Auch ein Clean-SDI-Ausgang sowie ein Genlock-Offset kommen hinzu.
Der Clean-SDI-Ausgang über einen HDMI-zu-SDI-Konverter sowie der Genlock-Offset setzen allerdings mindestens ein iPhone 17 Pro und iOS 27 voraus; RGB-Parade und Histogramm sind ebenfalls an iOS 27 gebunden.
Für ProRes 422 HQ, ProRes 422 und ProRes 422 LT wird mindestens ein iPhone 13 Pro benötigt. Final Cut Camera 2.4 selbst setzt mindestens iOS 26 voraus – Unterstützung für das ältere iOS 18 entfällt.
Zusammenspiel mit Final Cut Pro, Motion und Compressor
Die Neuerungen beschränken sich nicht auf die Kamera-App allein. Final Cut Pro kann bei Videos vom iPhone 18 Pro, Pro Max und Duo nachträglich Fokus und Schärfentiefe anpassen, während Motion den Kinomodus der Final-Cut-Camera-App unterstützt.
Beide Anwendungen sind damit in der Lage, die Cinematic-Tiefeneffekte von iPhone-18-Pro-Aufnahmen weiterzuverarbeiten. Compressor wiederum erhält zusätzliche HEVC-Presets sowie neue Exportvorgaben für soziale Medien; diese Funktionen setzen macOS 27 Golden Gate oder neuer voraus. Auch Pixelmator Pro für iPad wurde um Werkzeuge zur Kantenverfeinerung ergänzt.
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Für Nutzer, die auf professionelle Workflows setzen, bietet Apple zudem das Abonnement Apple Creator Studio an, das 12,99 US-Dollar pro Monat kostet.
Weitere Verbesserungen für den Mac
Neben den kamerabezogenen Funktionen bringt Final Cut Camera 2.4 auch praktische Ergänzungen für den Desktop-Workflow mit: Der Medienimport direkt in Final Cut Pro für Mac wurde verbessert, hinzu kommen diverse Fehlerbehebungen. Damit richtet sich das Update sowohl an mobile Creator, die direkt am iPhone arbeiten, als auch an Nutzer, die ihr Material anschließend am Schreibtisch weiterverarbeiten.
Insgesamt reiht sich Final Cut Camera 2.4 in eine Serie von Apple-Updates für die hauseigene Kreativ-Software ein, die im Umfeld des iPhone 18 erschienen sind und die neuen Hardware-Fähigkeiten des Smartphones für professionelle Videoproduktion nutzbar machen sollen.
