Files Go: Neuer Dateimanager mit Video-Download ab sofort
20.06.2026 - 22:55:29 | boerse-global.de
Während Microsoft an Bugfixes und der nächsten großen Version 26H2 arbeitet, drängt ein neuer Drittanbieter mit einer kostenlosen App auf den Markt.
Files Go: Die neue Alternative zum Explorer
Das Unternehmen Vault Labs hat am heutigen Samstag seinen modernen Dateimanager Files Go im Microsoft Store veröffentlicht. Die App ist kostenlos und richtet sich an Nutzer, die mehr Funktionen wünschen, als der Standard-Explorer bietet.
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Mit einer Download-Größe von rund 973 Megabyte integriert die Software gleich mehrere Zusatzfunktionen direkt in die Dateiverwaltung. Dazu gehören ein eingebauter Video-Downloader, eine Fernbedienungsfunktion für die Maus sowie Diktierfähigkeiten. Eine Sofort-Suche und ein Datei-Organizer sollen den Arbeitsalltag am Desktop erleichtern. Die App hat eine allgemeine Altersfreigabe und ist damit für alle Nutzergruppen zugänglich.
Microsoft kämpft mit Explorer-Fehlern
Die Veröffentlichung der Drittanbieter-Software fällt in eine phase, in der Microsoft selbst an der Stabilität des Dateimanagers arbeitet. In den Vorschau-Builds 26300.8697 und 26220.8690 vom heutigen Tag hat der Konzern einen visuellen Fehler im Kopier-Dialog des Explorers behoben – das Problem trat im Dark Mode auf. Zudem wurden Verbesserungen an der Zuverlässigkeit des Startmenüs und ein Fix für die abgeschnittene Taskleiste im kompakten Modus ausgeliefert.
Doch es gibt auch Rückschläge. Microsoft bestätigte am gestrigen Freitag einen Fehler im Papierkorb, der durch das kumulative Update vom 9. Juni (KB5094126) ausgelöst wurde. Der Löschdialog zeigt nun interne Systemdateinamen wie $Rxxxxx an, statt der tatsächlichen Dateinamen.
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BitLocker-Risiko im Blick behalten
IT-Administratoren beobachten zudem Berichte über mögliche BitLocker-Sperrrisiken nach aktuellen Updates. Bei bestimmten Konfigurationsänderungen könnte ein Wiederherstellungsschlüssel erforderlich werden, um Datenverluste zu vermeiden.
Windows 11 26H2: Kommt als leichtes Update
Microsoft hat am Freitag weitere Details zur Zukunft von Windows 11 bekannt gegeben. Die kommende Version 26H2 wird als leichtes Enablement-Paket ausgeliefert. Das Update soll weniger als 100 Megabyte groß sein und auf Geräten, die bereits auf 24H2 laufen, weniger als fünf Minuten für die Installation benötigen.
Die 26H2-Version, die diese Woche in experimentellen Kanälen aufgetaucht ist, erhält einen Support-Lebenszyklus von 36 Monaten für Enterprise- und Education-Editionen sowie 24 Monate für Home und Pro. Dieser modulare Ansatz aktiviert Funktionen, die bereits in vorhandenen kumulativen Updates stecken, anstatt eine vollständige Neuinstallation des Betriebssystems zu erfordern.
Spezialisierte Tools im Überblick
Neben den großen Playern gab es diese Woche auch Updates für Nischen-Werkzeuge:
- Elio v1.9.0: Ein terminalbasierter Dateimanager in Rust erschien am 17. Juni. Er bietet ein Dreispalten-Layout, Fuzzy-Suche und Shell-Integration unter der MIT-Lizenz.
- Syncovery 12.1.1: Das Backup-Tool wurde heute aktualisiert und unterstützt nun erweiterte Synchronisation sowie Verschlüsselung und Hintergrundplanung.
- Linux NTFS Treiber 7.2: Ein Update vom heutigen Tag bringt native Unterstützung für Windows-Symbolic-Links und Junctions sowie Sicherheitsverbesserungen gegen Metadaten-Überläufe.
Syncfusion hat zudem am 18. Juni KI-Funktionen für seinen Blazor-Dateimanager vorgestellt. Die Integration ermöglicht die automatische Zusammenfassung von Text- und Dokumentdateien, erfordert jedoch spezifische .NET-Umgebungen und externe KI-Dienstkonten.
