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Figure AI produziert jetzt einen Roboter pro Stunde

05.05.2026 - 18:25:15 | boerse-global.de

Figure AI produziert nun einen humanoiden Roboter pro Stunde und steigert die Fertigung massiv. Der BMW-Pilot beweist die industrielle Reife.

Figure AI produziert jetzt einen Roboter pro Stunde - Foto: über boerse-global.de
Figure AI produziert jetzt einen Roboter pro Stunde - Foto: über boerse-global.de

Der Robotik-Pionier Figure AI hat seine Fertigung massiv beschleunigt – und liefert damit ein klares Signal für die Industrialisierung humanoider Maschinen.

Das im kalifornischen Sunnyvale ansässige Unternehmen gab bekannt, dass seine „BotQ"-Fabrik die Produktion auf einen humanoiden Roboter pro Stunde hochgefahren hat. Das bedeutet eine 24-fache Steigerung innerhalb von nur 120 Tagen. Wurden zu Jahresbeginn noch rund 30 Einheiten pro Monat gefertigt, sind es heute über 350 Stück des Modells Figure 03 – ein Meilenstein auf dem Weg vom Prototypenbau zur industriellen Massenfertigung.

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Vom Labor in die Fabrikhalle

Der Sprung zur Stundenproduktion ist kein Zufall. Figure AI adressiert damit gezielt den Fachkräftemangel in der Logistik und Fertigung. Die bipedalen Roboter sollen künftig repetitive und gefährliche Aufgaben übernehmen – genau jene Tätigkeiten, für die Unternehmen händeringend Personal suchen.

Das Herzstück der Fertigung: über 150 vernetzte Arbeitsstationen, gesteuert von einem maßgeschneiderten Manufacturing Execution System (MES). Dieses koordiniert die Montage komplexer elektromechanischer Systeme mit mehr als drei Dutzend unterschiedlichen Komponenten – von Motorwicklungen bis zu optischen Präzisionssensoren.

Die Qualitätskontrolle kann sich sehen lassen: Über 80 Prozent der Roboter bestehen die Endprüfung beim ersten Durchlauf. Besonders beeindruckend: Die eigene Batterieproduktion erreicht eine Erfolgsquote von 99,3 Prozent bei über 500 gefertigten Akkupacks.

Der BMW-Test als Blaupause

Die aktuellen Produktionsdaten basieren auf einem elfmonatigen Pilotprojekt im BMW-Werk Spartanburg (South Carolina). Dort arbeiteten zwei Figure-02-Roboter in Zehn-Stunden-Schichten, fünf Tage die Woche – insgesamt 1.250 Betriebsstunden.

Ihre Aufgabe: Blechteile in eine Schweißmaschine einlegen. Klingt simpel, ist aber höchst anspruchsvoll. Die Roboter mussten einen 37-Sekunden-Takt fürs Beladen einhalten, die gesamte Aufgabe in 84 Sekunden erledigen. Die geforderte Erfolgsquote: 99 Prozent pro Schicht, bei einer Platzierungstoleranz von fünf Millimetern.

Die Erkenntnisse aus diesem Praxistest flossen direkt in die Konstruktion des Figure 03 ein. Besonders die Armarchitektur wurde überarbeitet – ein Schwachpunkt, der sich im Dauerbetrieb gezeigt hatte.

Künstliche Intelligenz fürs Gleichgewicht

Parallel zur Hardware hat Figure AI auch die Software grundlegend erneuert. Das neue Helix System 0 (S0) ist ein sogenanntes Vision-Language-Action-Modell. Es ermöglicht dem Roboter, Treppen und unebenes Gelände „zero-shot" zu bewältigen – also ohne vorherige Kartierung oder manuelle Eingriffe.

Die Kameras an Bord wandeln RGB-Bilder in ein 3D-Modell der Umgebung um. Der Roboter passt dann seinen Gang und die Fußstellung dynamisch an. Trainiert wurde das System per Bestärkungslernen in tausenden simulierten Umgebungen – eine Methode, die sich in der Praxis bewährt hat.

Die technischen Daten des Figure 03: 1,68 Meter groß, 60 Kilogramm schwer, 20 Kilo Nutzlast, fünf Stunden Laufzeit pro Akkuladung.

Markt und Wettbewerb

Die rasante Skalierung von Figure AI fällt in eine Zeit, in der humanoide Roboter aus den Forschungslaboren in die Wirtschaft drängen. Ende 2025 wurde das Unternehmen mit 39 Milliarden Dollar bewertet – nach einer Finanzierungsrunde über 675 Millionen Dollar mit Investoren wie Microsoft, Nvidia und OpenAI.

Branchenexperten sehen in den 350 ausgelieferten Einheiten zwar noch keine Massenproduktion. Der Schritt vom Tages- zum Stundentakt sei jedoch ein klares Zeichen für die Reife der Lieferkette. Marktforscher von Deloitte schätzen, dass die jährlichen Auslieferungen humanoider Roboter bis 2026 auf 15.000 Einheiten steigen könnten.

Die Konkurrenz schläft nicht: Agility Robotics, Apptronik und Tesla arbeiten ebenfalls an humanoiden Robotern für Logistik und Fertigung. Figure AI setzt mit der eigenen BotQ-Fabrik auf Unabhängigkeit von externen Zulieferern – ein strategischer Vorteil, der schnelle Design-Iterationen ermöglicht.

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Ausblick: 100.000 Roboter in vier Jahren

Figure AI hat ehrgeizige Ziele: 100.000 Roboter sollen in den nächsten vier Jahren ausgeliefert werden. Dafür wurde ein eigenes Zentrum für Robotersicherheit eingerichtet, das branchenweit gültige Prüfverfahren entwickeln soll.

Nach BMW hat das Unternehmen einen zweiten Großkunden gewonnen – einen der größten US-Konzerne. Und die Vision geht noch weiter: In der BotQ-Fabrik sollen die Roboter künftig ihre eigenen Nachfolger montieren. „Robots building robots" – ein Konzept, das die Produktionskosten weiter drücken soll.

Ob dieser Plan aufgeht, hängt von der Langzeit-Zuverlässigkeit der Maschinen ab. Der Stundentakt ist ein Meilenstein – doch die eigentliche Bewährungsprobe kommt im 24/7-Dauerbetrieb in rauen Industrieumgebungen. Die Daten aus den aktuellen Einsätzen fließen direkt in die KI-Modelle zurück. Ein Kreislauf, der die Autonomie und Geschicklichkeit der Roboter mit jedem Update verbessern soll.

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