Figure AI: Humanoide Roboter sortieren 24 Stunden ohne Pause
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 02:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der US-Roboterpionier Figure AI hat einen neuen Meilenstein erreicht: Drei humanoide Roboter sortierten in einem Live-Test über 24 Stunden hinweg Pakete – ohne menschliches Eingreifen.
Der Test mit den Helix-02-Modellen war ursprünglich auf acht Stunden angesetzt. Doch das Unternehmen verlängerte die Demonstration kurzerhand auf einen ganzen Tag, um die Ausdauer der Systeme unter realistischen Logistikbedingungen zu beweisen. Die Übertragung fand am 10. Juli statt.
Von drei Sekunden pro Paket zur Dauerleistung
Die 24-Stunden-Schau ist nur der jüngste Schritt in einer Reihe öffentlicher Tests. Bereits Mitte Mai hatte Figure AI eine einwöchige Livestream-Serie mit seinen Figure 03-Modellen durchgeführt. Damals verarbeiteten die drei Roboter – von den Entwicklern auf die Namen Gary, Bob und Frank getauft – Pakete mit einer Geschwindigkeit von rund drei Sekunden pro Einheit.
Das Herzstück: das Helix-02-KI-System, das auf über 1.000 Stunden menschlicher Bewegungsdaten trainiert wurde. Ein besonderer Höhepunkt war ein zehnstündiger Wettkampf zwischen einem Roboter und einem Menschen. Der menschliche Arbeiter gewann zwar mit 192 Paketen Vorsprung, doch der Roboter zeigte eine bemerkenswerte Konstanz über die gesamte Schicht.
Die Zahlen sprechen für sich: Die F.03-Architektur hat laut Unternehmensangaben mittlerweile 200 aufeinanderfolgende Stunden Paketsortierung ohne einen einzigen Ausfall absolviert.
Roboter überholen menschliche Belegschaft
Im zweiten Quartal 2026 vollzog sich bei Figure AI ein historischer Wandel: Erstmals überstieg die Zahl der Roboter in der firmeneigenen Flotte die der menschlichen Mitarbeiter – nur vier Jahre nach der Gründung des Unternehmens.
Ermöglicht wurde dieser Sprung durch eine rasante Produktionssteigerung im firmeneigenen BotQ-Werk. Dort stieg die Fertigungsgeschwindigkeit innerhalb von weniger als 120 Tagen von einem Figure-03-Roboter pro Tag auf ein Exemplar pro Stunde.
Figure AI hat gezeigt: Drei humanoide Roboter sortieren 24 Stunden lang Pakete – ohne Pause, ohne Ausfall. Der Fachkräftemangel in der Logistik wird damit zur Chance: Wer jetzt die richtigen Schritte zur Integration geht, senkt Kosten und sichert sich Wettbewerbsvorteile. Jetzt kostenlosen Report mit Checkliste und ROI-Rechner anfordern: [https://www.dnv-media.de/lp/report/figure-ai-humanoide-roboter-24h-paketsortierung-ohne-pause-13241?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1023692:Topic_robotics_automation:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD1of2&lp=13241]
Das Unternehmen verfolgt eine bemerkenswerte Parallelstrategie: Innerhalb eines einzigen Jahres wurden drei verschiedene Roboterarchitekturen entwickelt – F.01, F.02 und F.03. Während die F.03 aktuell in der Logistik zum Einsatz kommt, war das Vorgängermodell F.02 bereits im BMW-Werk Spartanburg aktiv, wo es bei der Produktion von 30.000 X3-Fahrzeugen half.
Auch andere Großkonzerne haben Interesse angemeldet: Hyundai und Google DeepMind haben sich Produktionskapazitäten gesichert.
Industrie setzt zunehmend auf humanoide Helfer
Der Trend zur Automatisierung erfasst die gesamte Industrie. BMW etwa plant, ab Sommer 2026 humanoide Aeon-Roboter von Hexagon Robotics im Leipziger Werk einzusetzen. Die 1,65 Meter großen Einheiten sind speziell für die Autoproduktion konzipiert und verfügen über selbstwechselnde Batteriesysteme für maximale Betriebszeit.
In Japan zeigt sich das Potenzial dieser Technologie noch deutlicher: Bei einem Toyota-Zulieferer in Nagoya integrierte das Unternehmen UST das KI-Modell Claude von Anthropic in Robotersysteme. Das Ergebnis: eine Reduzierung der Umrüstzeiten um 70 Prozent und ein Rückgang der Fehlerquote um 40 Prozent.
Die chinesische Firma AGIBOT wiederum beendete kürzlich einen sechstägigen Livestream aus einer Fabrik in Nanchang. Ihre Roboter erledigten dort über 64.000 Aufgaben mit einer Erfolgsquote von 99,99 Prozent.
Sicherheitsfragen bleiben offen
Steigender Kostendruck durch manuelle Sortierung und Ausfallrisiken bei Schichtarbeit – humanoide Roboter bieten eine Lösung. Doch Sicherheitsfragen bleiben offen. Unser Report liefert den aktuellen Sicherheitsleitfaden basierend auf dem ThorArena-Benchmark der TU München. Sicherheitsleitfaden für humanoide Roboter jetzt sichern: [https://www.dnv-media.de/lp/report/figure-ai-humanoide-roboter-24h-paketsortierung-ohne-pause-13241?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1023692:Topic_robotics_automation:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD2of2&lp=13241]
Trotz aller Fortschritte warnen Forscher vor übereilten Schlüssen. Eine Studie der TU München, die am 8. Juli 2026 zur Begutachtung eingereicht wurde, hat den sogenannten ThorArena-Benchmark entwickelt. Er bewertet die Sicherheit humanoider Roboter bei direktem Körperkontakt mit Menschen.
Das ernüchternde Ergebnis: Aktuelle Vision-Language-Action-Modelle (VLA) – also KI-Systeme, die Sehen, Sprache und Handeln kombinieren – bleiben in der Handhabung physikalischer Variablen wie Reibung und Rutschen noch hinter menschlichen Fähigkeiten zurück. Die Technologie ist beeindruckend, aber noch nicht reif für den uneingeschränkten Einsatz in der Nähe von Menschen.
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