Festplatten-Ranking: HGST zuverlässigst, Toshiba am schwächsten
Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 20:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In einer umfangreichen, wissenschaftlich begutachteten Untersuchung hat der Cloud-Speicher-Spezialist Backblaze die Zuverlässigkeit von insgesamt 443.000 Festplatten analysiert.
Die Ergebnisse der Mitte August veröffentlichten Studie geben detaillierten Aufschluss über die Ausfallraten verschiedener Hersteller im Dauerbetrieb. Während die Hardware von HGST dabei als die zuverlässigste am Markt hervorgeht, schneidet Toshiba im Vergleich am schlechtesten ab.
HGST führt Qualitätsranking an – Toshiba und Seagate mit Schwächen
Die aktuelle Datenauswertung von Backblaze stützt sich auf eine breite Basis von über 443.000 eingesetzten Laufwerken. Im Rahmen dieser Peer-reviewed Studie wurden die Ausfallmechanismen und die Langlebigkeit der genutzten Komponenten untersucht. Dabei konnte HGST seine Position als stabilster Hersteller festigen und belegt den Spitzenplatz in puncto Zuverlässigkeit.
Am anderen Ende der Skala rangiert Toshiba, die in der Untersuchung als unzuverlässigster Hersteller eingestuft wurden. Nur knapp vor Toshiba, aber dennoch auf dem zweiten Platz der Liste der unzuverlässigsten Produzenten, liegt Seagate. Die Analyse unterstreicht damit signifikante Qualitätsunterschiede zwischen den marktführenden Hardware-Anbietern, die für professionelle Rechenzentren und IT-Infrastrukturen von hoher Relevanz sind.
Kursverluste und Marktbewertung der Backblaze-Aktie
Parallel zur Veröffentlichung der technischen Daten verzeichnete die Aktie des Unternehmens Backblaze (BLZE) an den Finanzmärkten deutliche Bewegungen. Am 14. August 2026 fiel der Aktienkurs um 6,9 % und schloss bei einem Wert von 19,02 US-Dollar.
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Zuvor war das Papier mit einem Eröffnungskurs von 20,43 US-Dollar in den Handel gestartet. Die aktuelle Kursentwicklung liegt damit leicht unter dem Konsensziel der Analysten, die den fairen Wert im Mittel bei 19,71 US-Dollar sehen und die Aktie mehrheitlich als „Moderate Buy“ einstufen.
Trotz des jüngsten Rücksetzers weist die Aktie eine weite 52-Wochen-Spanne zwischen 3,26 US-Dollar und 23,99 US-Dollar auf. Finanzanalysten weisen jedoch auf eine mögliche Überbewertung hin. Gemessen am sogenannten GF Value von 5,87 US-Dollar liege der aktuelle Kurs rund 224 % über dem geschätzten inneren Wert.
Der GF Score, ein Indikator für das langfristige Performance-Potenzial, wird mit 41 von 100 Punkten angegeben, während das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward-KGV) bei 117,5x liegt. In den vergangenen drei Monaten wurden zudem keine Transaktionen durch Insider gemeldet.
Institutionelle Investoren bauen Beteiligungen deutlich aus
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Während die kurzfristige Kursentwicklung Volatilität zeigt, haben große Investmentgesellschaften ihre Positionen bei Backblaze zuletzt massiv verstärkt. Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Dimensional Fund Advisors. Die Gesellschaft erhöhte ihren Anteil im ersten Quartal um 152,3 % und hält nun 517.586 Aktien im Gesamtwert von 1,785 Mio. US-Dollar.
Auch andere institutionelle Anleger folgten diesem Trend. GSA Capital steigerte die Beteiligung um 159,7 % auf insgesamt 299.218 Aktien. Perkins Capital meldete ebenfalls einen Zuwachs von 21,6 % und verwaltet nun einen Bestand von 339.025 Anteilen an dem Speicheranbieter. Diese Zuflüsse deuten darauf hin, dass professionelle Anleger trotz der hohen Bewertung des Unternehmens weiterhin Potenzial in der Marktpositionierung von Backblaze sehen.
