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Faraday Future: Neun Roboter-Konfigurationen ab 9.990 Dollar

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 22:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Faraday Future bringt neun Robotik-Konfigurationen auf den Markt, strebt 2.000 Verkäufe an und warnt zugleich vor finanziellen Engpässen.

Faraday Future erweitert Robotikangebot trotz drohender Insolvenz
Ein minimalistisches, helles Industrielabor mit präziser technischer Ausstattung und geordneten Arbeitsbereichen. Illustration mit AI erstellt.

Faraday Future hat am 19. September 2026 sein Angebot im Bereich der Robotik deutlich ausgeweitet. Das Unternehmen brachte neun neue Konfigurationen für KI-gestützte Geräte auf den Markt, die sich auf fünf Modelle, drei Produktserien und zwei Bauformen – humanoide Roboter sowie vierbeinige Rad-Bein-Systeme – verteilen.

Nach Unternehmensangaben sind die Neuzugänge ab sofort verkäuflich und lieferbar. Zudem stellte das Unternehmen vier Branchenlösungen für K-12-Bildungseinrichtungen, Forschung, Sicherheitsdienste und Inspektionsaufgaben vor.

Das gesamte Robotik-Portfolio des Unternehmens umfasst nun drei Formfaktoren (Humanoid, Quadruped und mobiler Manipulator), fünf Produktserien namens Futurist, Master, Aegis, Navi und Faber sowie insgesamt elf Modelle und 24 Einzelprodukte.

Vom kompakten Bildungsroboter bis zur Industrieplattform

Die Preisspanne der neun neuen Konfigurationen reicht von 9.990 bis 137.900 US-Dollar, was 67.000 RMB bis 926.000 RMB entspricht. Als Einstiegsmodell fungiert der FF Master Mini, der ab 9.990 US-Dollar inklusive eines Software-Pakets im Wert von 1.000 US-Dollar angeboten wird.

Höhere Ausführungen wie die Pro- und Ultra-Varianten kosten 12.990 beziehungsweise 17.990 US-Dollar. Das Modell ist rund 95 Zentimeter hoch, wiegt etwa 19,5 Kilogramm und verfügt je nach Version über eine Rechenleistung von 48, 117 oder 200 TOPS. Es dient unter anderem dem Programmierunterricht und dem Robotersport.

Im oberen Preissegment ist der All-New Futurist angesiedelt, dessen Standardversion für 89.900 US-Dollar und dessen Ultra-Version für 129.900 US-Dollar gelistet sind. Er besitzt 51 aktive Freiheitsgrade (erweiterbar auf 71), eine Doppelbatterie mit 1.152 Wattstunden für rund acht Stunden Betrieb und 28 Motoren mit einem Spitzenmoment von bis zu 500 Newtonmetern. Die Ultra-Ausführung nutzt einen Nvidia-Jetson-Thor-Chip mit bis zu 700 TOPS.

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Bei den vierbeinigen Einheiten ergänzen der FX Aegis Classic Ultra-W (12.990 US-Dollar), der FX Aegis Mega (74.990 US-Dollar) und der FX Aegis Hyper (ab 137.900 US-Dollar) die Palette. Der FX Aegis Mega bewältigt bis zu 50 Kilogramm Nutzlast und 80 Zentimeter hohe Hindernisse, während der FX Aegis Hyper mit Wärmebild- und Gasdetektionstechnik ausgestattet ist.

Vertriebsziele und erhebliche Unternehmensrisiken

Der Vertrieb erfolgt über die unternehmenseigene Website, Amazon sowie RobotShop. Für den Verleih unterzeichnete die Sparte RoboShare eine Absichtserklärung mit der US-Plattform Hifivebot. Bis Ende August 2026 lieferte Faraday Future kumuliert 552 Einheiten seiner Robotersparte aus.

Nach einem Rekordmonat im August mit 158 Geräten peilt das Unternehmen für das Gesamtjahr 2026 den Verkauf von 2.000 Robotern an. CEO YT Jia betonte, dass humanoide Roboter künftig rund die Hälfte aller Aufgaben übernehmen könnten. Die durchschnittliche Deckungsbeitragsmarge im Robotikbereich lag im zweiten Quartal 2026 bei rund 30 Prozent.

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Trotz der Produkterweiterung steht das Unternehmen vor tiefgreifenden geschäftlichen Herausforderungen. In einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht wies Faraday Future auf erhebliche Zweifel am Fortbestehen des Unternehmens hin.

Die Gesellschaft könne fällige Verbindlichkeiten derzeit nicht bedienen und sei zwingend auf frisches Kapital angewiesen; bei ausbleibenden Finanzierungen drohe ein Insolvenzverfahren.

Zudem besteht eine vollständige Abhängigkeit von chinesischen Auftragsfertigern. Dies birgt regulatorische Risiken, da die US-Fernmeldebehörde FCC chinesische humanoide und vierbeinige Roboter im Juli 2026 auf ihre Verbotsliste setzte. Bereits im Juli 2026 hatte Faraday Future eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 1 zu 150 vorgenommen, um die Notierung an der Nasdaq zu sichern.

Als nächste Schritte plant das Unternehmen einen Auftritt im Nahen Osten am 23. September 2026 sowie eine Konferenz zu US-Fertigungsplänen am 28. September 2026. Vom 28. bis 30. September 2026 präsentiert sich der Konzern zudem auf der Fachkonferenz IROS in Pittsburgh.

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