Fanuc-Google-Kooperation, KI-Schweißsysteme

Fanuc-Google-Kooperation: Erste KI-Schweißsysteme ab Dezember lieferbar

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 03:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fanuc und Google verbinden Gemini Enterprise mit Industrierobotern, die Schweißaufgaben aus Bauplänen ableiten und ab Dezember geliefert werden sollen.

Fanuc und Google stellen KI-System für Schweißroboter vor
Ein gelber Industrieroboterarm über einem Stahlbauteil in einer modernen, aufgeräumten Fertigungshalle. Illustration mit AI erstellt.

In einer strategischen Zusammenarbeit haben der japanische Automatisierungsexperte Fanuc und der US-Technologiekonzern Google ein neuartiges System für die robotergestützte Schweißtechnik vorgestellt.

Die Neuentwicklung kombiniert hochpräzise Industrierobotik mit fortschrittlicher künstlicher Intelligenz, um Schweißprozesse weitgehend autonom zu gestalten. Das wesentliche Merkmal dieser Innovation ist die Fähigkeit der Roboter, Arbeitsanweisungen direkt aus digitalen Bauplänen abzuleiten, wodurch die bisher notwendige manuelle Programmierung entfällt.

Die technologische Basis des Systems bildet die KI-Plattform Gemini Enterprise von Google. Durch die Implementierung dieses Modells sind die Roboter in der Lage, Konstruktionszeichnungen zu erfassen und die erforderlichen Schweißpunkte sowie die dazugehörigen Bewegungspfade eigenständig zu berechnen.

In der traditionellen Fertigung stellt die Programmierung von Industrierobotern einen erheblichen Zeit- und Kostenfaktor dar. Bisher mussten Spezialisten jede einzelne Bewegung des Roboterarms exakt definieren und in den Steuerungscode einpflegen.

Mit der nun vorgestellten Lösung werde dieser Prozessschritt durch die künstliche Intelligenz übernommen, was den Aufwand für die Einrichtung neuer Produktionsläufe massiv reduziere.

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Die Kooperation zwischen den beiden Unternehmen adressiert damit eine zentrale Herausforderung der modernen Industrie: die Forderung nach höherer Flexibilität bei gleichzeitig sinkenden Rüstzeiten.

Da das System die Informationen für den Schweißvorgang unmittelbar aus den Bauplänen bezieht, können Fertigungsstraßen ohne langwierige Softwareanpassungen auf neue Bauteile umgestellt werden. Dies sei insbesondere für Branchen von Bedeutung, die kleine Losgrößen oder eine hohe Variantenvielfalt produzieren.

Die Partnerschaft sieht vor, dass die neuen KI-Roboter bereits in naher Zukunft in den realen Betrieb gehen. Den vorliegenden Informationen zufolge sollen die ersten Lieferungen der automatisierten Schweißsysteme im Dezember beginnen. Damit bringen Fanuc und Google eine Anwendung auf den Markt, die generative KI-Technologien direkt mit schweren industriellen Arbeitsprozessen verknüpft.

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Branchenexperten werten diesen Schritt als deutliches Signal für die weitere Transformation der Fabrikautomatisierung. Während künstliche Intelligenz in der Industrie oft für prädiktive Wartung oder die visuelle Qualitätskontrolle eingesetzt wird, zeigt die Zusammenarbeit von Fanuc und Google nun das Potenzial für die direkte Steuerung komplexer physischer Aufgaben durch Sprach- und Bilderkennungsmodelle.

Die Integration von Gemini Enterprise ermögliche eine Ebene der Mustererkennung und Handlungsplanung, die über die Fähigkeiten klassischer Robotersteuerungen hinausgeht.

Das automatisierte Schweißsystem wird als Teil einer umfassenderen Initiative zur Digitalisierung der Fertigung gesehen. Durch die Verbindung von Googles Software-Kompetenz mit der mechanischen Expertise von Fanuc entsteht eine Lösung, die darauf abzielt, die Barrieren für die Automatisierung in der metallverarbeitenden Industrie weiter zu senken und den Fachkräftemangel in der Programmierung abzufedern.

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