Falt-iPhone Duo: Entwickler brauchen bis zu ein Jahr für App-Anpassungen
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 18:22 Uhr | Redaktion boerse-global.deAm 23. Oktober 2026 hat Apple mit dem iPhone Duo sein erstes faltbares Smartphone auf den Markt gebracht. Das Gerät, das der Konzern am 9. September 2026 angekündigt hatte, stößt kurz nach dem Verkaufsstart auf eine hohe Nachfrage bei gleichzeitig stark begrenzter Verfügbarkeit.
Erste Testberichte heben die eigenständigen Funktionen des neuen Formfaktors hervor, weisen jedoch auch auf deutliche Anforderungen an Entwickler bei der Softwareanpassung hin.
Hohe Nachfrage trifft auf begrenzte Bestände
Der Einstiegspreis für das iPhone Duo liegt bei 1.999 US-Dollar, während das Modell in Chile für 2.499.990 Chilenische Pesos und in Indien für 2.99.900 Rupien angeboten wird. Bereits am 24. Oktober 2026 war die Abholung in Apple Stores unter anderem in den USA, Kanada und Großbritannien wieder möglich, der Bestand blieb jedoch extrem limitiert.
In 162 US-Geschäften über 16 Metropolregionen hinweg war zuletzt keine Konfiguration direkt abholbar. Für Online-Bestellungen wird die Auslieferung mancherorts bereits für Ende Januar 2027 prognostiziert. Der US-Mobilfunkanbieter Visible bietet bei Abschluss eines zweijährigen Visible+-Pro-Tarifs Rabatte von 480 US-Dollar über monatliche Gutschriften an.
Im Inneren des Geräts arbeitet der A20 Pro als erster 2-Nanometer-Chip für Mobiltelefone, der 12 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie mindestens 256 Gigabyte Speicherplatz mitbringt.
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Laut Apple bietet der Prozessor eine um 20 bis 30 Prozent höhere Rechenleistung und bis zu 50 Prozent mehr Grafikleistung gegenüber dem Vorgänger. Das faltbare Gehäuse besitzt einen Titanrahmen der Güteklasse 5, Ceramic Shield und eine IP68-Zertifizierung.
Im geschlossenen Zustand misst das Smartphone 84,1 mal 117,8 mal 11,3 Millimeter, geöffnet schrumpft die Dicke auf 5,2 Millimeter bei einer Breite von 164,6 Millimetern. Das Gewicht beträgt 254 Gramm.
Das äußere Display misst 5,4 Zoll bei einer Auflösung von 1398 mal 2034 Pixeln, bietet bis zu 3000 Nits Spitzenhelligkeit im Freien und läuft mit 120 Hertz. Innen verbaut Apple ein mattes 7,6-Zoll-Display mit Nano-Textur und 1878 mal 2670 Bildpunkten, das kaum eine sichtbare Falz aufweist.
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Auf Face ID verzichtet das Unternehmen zugunsten eines Touch-ID-Sensors in der Seitentaste. Beim Kamerasystem setzt Apple auf eine 48-Megapixel-Hauptkamera und ein 48-Megapixel-Ultraweitwinkelmodul, verzichtet jedoch auf ein separates Teleobjektiv. Der Akku fasst 4.883 Milliamperestunden und lässt sich per Vapor-Cooling-Kühlung in rund 20 Minuten zur Hälfte aufladen.
Spezifische Softwarefunktionen für den Faltmechanismus
Mit dem neuen Format führt Apple neue Multitasking-Funktionen ein. Split View erlaubt erstmals auf einem iPhone das parallele Ausführen zweier Apps nebeneinander, während ein drittes Programm als Bild-in-Bild-Fenster für Videos laufen kann. Paare von Apps lassen sich an der Trennlinie fixieren.
Für das Fotografieren bietet das Gerät die Funktion Smart Take: Auf einer Oberfläche abgestellt nimmt das iPhone Duo bei erkannter Pose selbstständig bis zu 20 Gruppenfotos über mehrere Minuten auf. Bei halb geöffnetem Gehäuse dient die eine Displayhälfte als Kamerasucher, während die andere bereits getätigte Aufnahmen anzeigt.
Zudem aktiviert sich der StandBy-Modus im leicht geöffneten Zelt- oder Horizontalmodus automatisch auch ohne eingestecktes Ladekabel. Das Außendisplay zeigt dabei konfigurierbare Widgets, während das 7,6-Zoll-Hauptdisplay standardmäßig bis zu vier Widget-Bereiche bereitstellt.
Entwickler vor Anpassungsaufwand gestellt
Die breitere, geöffnete Bildfläche stellt Entwickler vor Umstellungsaufgaben. Ältere Programme auf Basis des iOS-26-SDK werden mit breiten Rändern dargestellt, während Anpassungen an neuere Schnittstellen eine vollfällige Nutzung ermöglichen. Interface-Designer weisen darauf hin, dass die vollständige Anpassung komplexerer Drittanbieter-Anwendungen bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen könnte.
Viele gängige Programme weisen zum Start noch Darstellungsdefizite auf. Frühe Apps wie spezialisierte Spiele, Rechner oder Notizwerkzeuge nutzen das Scharnier und geteilte Bildschirme dagegen bereits aktiv für Steuerungsfunktionen. Mit iOS 27.2 soll zudem die Unterstützung für den Apple Pencil mit USB-C-Anschluss folgen.
