FakeGit-Kampagne: 7.600 GitHub-Repos mit Malware verseucht
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 20:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Warnungen von US-Behörden und Sicherheitsexperten häufen sich – und auch deutsche Nutzer sind betroffen.
Digitale Einladungen als Einfallstor
Die Masche ist perfide: Kriminelle geben sich als bekannte Einladungsdienste wie Evite, Paperless Post oder Punchbowl aus. Die betrügerischen Mails spielen gezielt mit der Angst, etwas zu verpassen – und verleiten so zum Klick auf schadhafte Links. Besonders tückisch: Oft scheinen die Nachrichten von echten Kontakten zu stammen, deren Accounts bereits kompromittiert wurden.
Das Ziel der Angreifer ist klar: Sie wollen an Login-Daten gelangen. In manchen Fällen installieren die gefälschten Einladungen sogar Keylogger – eine Schadsoftware, die jede Tastatureingabe aufzeichnet. Sicherheitsforscher raten deshalb dringend, vor jedem Klick die Absenderadresse zu prüfen. Legitime Mails von Evite etwa kommen ausschließlich von der Domain evite.com.
Unternehmen als Lockvögel
Doch nicht nur Einladungsdienste werden missbraucht. Auch große Konzerne dienen als Köder. Erst am 21. Juli warnte Singapore Airlines vor gefälschten Mails zu einer angeblichen Jubiläumsverlosung des Vielfliegerprogramms KrisFlyer. Die Airline stellte klar: Sie fordere niemals per E-Mail zu Passwörtern oder Zahlungsdaten auf.
Parallel dazu sorgt eine Kampagne namens FakeGit für Aufsehen. Ein als Water Kurita bekannter Akteur missbraucht über 7.600 GitHub-Repositories. Mit KI-generierten Inhalten lockt er Nutzer an, die nach gecrackter Software suchen. Die Falle schnappt zu, wenn automatisierte KI-Agenten zur Codesuche die schädlichen Payloads wie SmartLoader und Lumma Stealer ausliefern.
Angesichts der Millionen gehackten Konten pro Quartal in Deutschland ist der Schutz Ihrer digitalen Identität wichtiger denn je. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie mit der neuen Passkey-Technologie Ihre Accounts bei Amazon, WhatsApp und Co. endlich hacker-sicher machen. Sichere Alternative zu Passwörtern jetzt gratis nachlesen
Schwachstelle E-Mail-Sicherheit
Die Angriffswelle wird durch ein grundlegendes Problem begünstigt: schwache E-Mail-Authentifizierung. Eine Analyse vom 17. Juli 2026 zeigt, dass 67,4 Prozent der rund 659.000 untersuchten E-Mail-Domains keine durchgesetzte DMARC-Richtlinie haben. Nur 46,9 Prozent der Domains mit DMARC-Eintrag setzen die strengen Stufen "Quarantäne" oder "Ablehnen" vollständig um.
Die Folge: Angreifer können legitime Domains leichter fälschen. Betrügerische Mails umgehen so Sicherheitsfilter und landen direkt im Posteingang.
Mittelstand im Visier
Besonders alarmierend: Nicht nur Privatnutzer sind betroffen. Eine Analyse von Kaspersky für die Monate Januar bis April 2026 ergab, dass 60 Prozent der Dark-Web-Angebote für Erstzugriffe auf kleine und mittlere Unternehmen abzielten. 40 Prozent betrafen kleine Firmen, 20 Prozent mittelständische Betriebe.
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen stehen im Fadenkreuz von Cyberkriminellen, die psychologische Tricks und Phishing gezielt ausnutzen. Erhalten Sie hier ein kostenloses Anti-Phishing-Paket mit einer 4-Schritte-Anleitung, um Ihre Firma wirksam vor Ransomware und Datendiebstahl zu schützen. Kostenlosen Leitfaden zur Hacker-Abwehr jetzt herunterladen
Die Käufer dieser Zugänge nutzen sie meist für Ransomware-Angriffe oder massiven Datendiebstahl. Sicherheitsexperten empfehlen daher dringend die Zwei-Faktor-Authentifizierung und einzigartige Passwörter für jeden Dienst. Branchenkenner betonen: Mit der zunehmenden KI-Nutzung müssen Unternehmen ihre Zugriffsrechte und Sicherheitskontrollen dringend nachschärfen – genau die Schwachstellen, die Phisher derzeit skrupellos ausnutzen.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
