Fake Call Detection: Google startet Betrugserkennung für Android
06.06.2026 - 22:58:52 | boerse-global.de
Das System prüft eingehende Anrufe automatisch auf Echtheit – und erkennt Betrugsversuche in Echtzeit.
Die Funktion basiert auf dem RCS-Standard. Sie steht zunächst für Pixel-Geräte ab Android 12 bereit. Der Rollout begann am 5. Juni 2026.
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Betrugswelle erreicht neue Dimensionen
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Schäden durch Identitätsbetrug explodieren weltweit. Laut FTC lagen die Verluste in den USA 2024 bei rund 2,7 Milliarden Euro. Interpol beziffert die globalen Schäden durch Internetkriminalität für 2025 auf über 370 Milliarden Euro. Das FBI meldete für das vergangene Jahr einen Anstieg um 26 Prozent auf rund 19,2 Milliarden Euro.
Die Bedrohungslage ist vielfältig. Analysten von Zimperium entdeckten rund 250 gefälschte Android-Apps. ESET deckte eine Spionagekampagne gegen arabischsprachige Nutzer auf. Die Group-IB registrierte seit August 2025 über 13.000 betrügerische Domains rund um sportliche Großereignisse – allein im Jahr 2026.
Banken schlagen Alarm
Parallel zum Google-Start warnen Finanzinstitute in Deutschland, Österreich und Irland vor neuen Phishing-Wellen. Deutsche Sparkassen melden Angriffe auf Nutzer der S-pushTAN-App. Die Bank of Ireland verzeichnete im Mai einen Anstieg von Identitätsdiebstählen via SMS – ein Kunde verlor 10.000 Euro.
Besonders perfide: Betrüger nutzen echte Buchungsdaten. Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) meldet eine Verdreifachung der Phishing-Meldungen bei Hotelbuchungen. Die Daten stammen aus einem Vorfall bei Booking.com im April 2026. Kriminelle kontaktieren Gäste über WhatsApp oder offizielle Nachrichtensysteme und drohen mit Stornierungen – Ziel sind Kreditkartendaten. Booking.com bestätigte den unbefugten Zugriff auf Aufenthaltsdaten, betont aber, dass keine Zahlungsdaten kompromittiert wurden.
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124 Schwachstellen geschlossen
Mit der neuen Erkennungsfunktion veröffentlichte Google das Sicherheits-Update für Juni 2026. Es schließt insgesamt 124 Lücken im Android-System. Darunter die kritische Zero-Day-Lücke CVE-2025-48595, die Geräte ab Android 14 betrifft. Auch Samsung reagierte und lieferte Updates für 45 spezifische Schwachstellen.
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