Fake-Apps für Hochschulzulassung: Betrüger fordern bis zu 4.980 Yuan
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 11:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das chinesische Bildungsministerium hat eine dringende Warnung vor gefälschten Mobilanwendungen veröffentlicht, die sich als offizielle Dienstleistungen für die Hochschulzulassung ausgeben.
Betrüger nutzen dabei gezielt die Namen etablierter Plattformen, um Nutzer zur Zahlung hoher Gebühren zu bewegen. Das Ministerium stellte klar, dass für die Plattform „Yangguang Gaokao“ und das System „Yangguang Zhiyuan“ keine offiziellen Apps oder Mini-Programme entwickelt oder autorisiert wurden.
Hohe Gebühren für vermeintliche Expertenberatung
Nach Angaben der Behörden fordern gefälschte Anwendungen wie „Yangguang Zhiyuan“ Zahlungen in Höhe von 178 Yuan oder 198 Yuan für die Freischaltung von Studienplänen. Besonders kostspielig sind Angebote für eine sogenannte „1-zu-1-Expertenberatung“, für die Beträge von bis zu 4.980 Yuan verlangt werden. Darüber hinaus wird vor privaten Zulassungsplanern gewarnt, deren Honorare sich zwischen mehreren Tausend und Zehntausenden Yuan bewegen.
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Das Ministerium betonte in diesem Zusammenhang, dass keine offiziellen Berufsqualifikationszertifikate für „Gaokao-Zulassungsplaner“ existieren. Institutionen, die behaupten, über interne Daten zu verfügen oder spezielle Zulassungsquoten garantieren zu können, handelten unlauter. Solche internen Datenbestände seien nicht existent, und die behaupteten Quoten seien frei erfunden.
Kostenlose Alternativen über offizielle Kanäle
Für den Zulassungszeitraum im Jahr 2026 stehen den Studieninteressierten umfangreiche kostenlose Hilfsmittel zur Verfügung. Insgesamt 31 provinzielle Zulassungs- und Prüfungsbehörden bieten zusammen mit dem offiziellen „Yangguang Zhiyuan“-System unentgeltliche Dienstleistungen zur Studienwahl an.
Die Behörden wiesen darauf hin, dass wichtige Mitteilungen zur Hochschulzulassung ausschließlich über Gymnasien, die Webseiten der provinziellen Bildungsprüfungsbehörden oder die offiziellen Portale der jeweiligen Hochschulen verbreitet werden. Eine individuelle Zustellung von Zulassungsinformationen per SMS oder über den Kurznachrichtendienst WeChat erfolge grundsätzlich nicht.
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Ermittlungserfolge gegen Online-Betrug
Die Warnung wird durch Berichte über konkrete Kriminalfälle untermauert. So verwies das Ministerium auf einen Vorfall im Vorjahr, bei dem ein Kandidat namens Xiao Li auf einen Link in einer Betrugs-SMS klickte und persönliche Daten eingab, bevor er die Polizei informierte.
Aktuelle Ermittlungen der Internetsicherheitsabteilung des Ministeriums für öffentliche Sicherheit führten bereits zu Festnahmen. Ein Verdächtiger aus Guangdong soll seit Anfang des Jahres eine gefälschte Webseite betrieben haben, die das offizielle „China Education Examination Network“ imitierte.
Dort wurden maßgeschneiderte Notenabfrage-Seiten und manipulierte Screenshots zum Kauf angeboten. Gegen den Mann wurden strafrechtliche Zwangsmaßnahmen eingeleitet.
Sicherheitsexperten und Behörden raten allen Prüfungskandidaten dringend dazu, Prüfungsergebnisse und Zulassungsbescheide ausschließlich über die verifizierten, offiziellen Kanäle abzurufen, um finanzielle Schäden und den Missbrauch persönlicher Daten zu vermeiden.
