FactoryLens: Visual Components bringt Omniverse-Bibliotheken in die Fabrikplanung
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 21:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der finnische Simulationsspezialist Visual Components hat mit FactoryLens eine neue Viewport-Lösung für seine Plattform vorgestellt. Wie aus einem Bericht vom 28. September 2026 hervorgeht, bindet die Neuerung Softwarebibliotheken aus dem Nvidia-Omniverse-Ökosystem ein. Damit hält der universelle Beschreibungsstandard OpenUSD Einzug in bestehende Fabriklayouts, ergänzt um Echtzeit-Rendering und physikbasierte Berechnungen direkt im Planungsprozess.
Erweiterte Visualisierung und offener Datenaustausch
Mit dem neuen Viewport können Anwender ihre industriellen Layouts interaktiv und mit hoher Detailtreue betrachten. Die Integration erlaubt es, Materialeigenschaften dynamisch zu steuern, Videos zur Dokumentation aufzuzeichnen sowie Szenen und Konstruktionsdaten im standardisierten Format OpenUSD zu exportieren. Auf diese Weise lassen sich komplexe Produktionsumgebungen ohne Datenverluste in nachgelagerte Systeme übertragen.
FactoryLens greift auf die bestehende Modellbibliothek von Visual Components zurück, die mehr als 4.000 vorkonfigurierte Komponenten umfasst. Dazu zählen neben Industrierobotern und Bearbeitungsmaschinen auch Fördertechnik, fahrerlose Transportfahrzeuge beziehungsweise autonome mobile Roboter (AMR) sowie Gabelstapler.
Für die optische Darstellung nutzt die Plattform Raytracing- und Rendering-Technologien der Nvidia-RTX-Reihe, während mechanische Interaktionen und Kollisionen über die Physik-Engine Nvidia PhysX berechnet werden.
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Fundament für digitale Zwillinge und physische KI
Über die reine Anlagenvisualisierung hinaus ist FactoryLens als technologische Grundlage für weiterführende Digital-Twin- und Physical-AI-Szenarien konzipiert. Die Kombination aus präziser Physiksimulation und fotorealistischer Darstellung soll unter anderem die kamerabasierte virtuelle Inbetriebnahme erleichtern.
Zudem eignet sich die Umgebung für die Generierung synthetischer Trainingsdaten. Solche Daten werden zunehmend benötigt, um Machine-Learning-Modelle und Bildverarbeitungssysteme in der Fabrikautomation zu trainieren, bevor physische Anlagen tatsächlich in Betrieb gehen. Industrieunternehmen können dadurch Entwicklungszyklen verkürzen und Ausfallrisiken vor dem realen Produktionsstart minimieren.
Branchenpräsentation auf der Nvidia GTC in Berlin
Visual Components plant, FactoryLens im Oktober 2026 auf der Konferenz Nvidia GTC in Berlin der Öffentlichkeit vorzuführen. Der Auftritt erfolgt gemeinsam mit der Muttergesellschaft KUKA Group, zu der das finnische Softwarehaus gehört.
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Das vor 25 Jahren gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz im finnischen Espoo. Seit dem Jahr 2017 ist Visual Components Teil der KUKA-Gruppe. Das Netzwerk umfasst mehr als 40 Partner, während die Simulationslösungen weltweit bei über 2.400 Marken zum Einsatz kommen.
Mit dem Vorstoß in Richtung OpenUSD und Omniverse positioniert sich das Unternehmen weiter an der Schnittstelle von klassischer Automatisierungsplanung und fortschrittlicher Echtzeitsimulation.
