Facebook, Verified

Facebook Verified: Meta startet kostenloses Verifikationssystem

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 00:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Meta führt einen kostenlosen Verifikations-Badge ein, der echte Nutzer durch Video-Selfies bestätigt und so die Flut von KI-Profilen eindämmen soll.

Facebook startet kostenlose Verifikation per Video-Selfie gegen KI-Fakes
Smartphone-Bildschirm mit Facebook-Profil und blauem Verifikationshaken zur Bestätigung der menschlichen Identität. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Meta reagiert auf die Flut von KI-generierten Fake-Profilen: Ein neues, kostenloses Verifikationssystem soll echte Menschen von Bots unterscheiden.

Der Facebook-Konzern startet Ende Juli 2026 mit der Einführung eines neuen Sicherheitsfeatures. Nutzer können künftig einen „Facebook Verified“-Badge erhalten – und zwar völlig kostenlos. Voraussetzung: Sie absolvieren eine Video-Selfie-Authentifizierung. Das System soll die Identität bestätigen und die Verbreitung von KI-generierten Fake-Profilen eindämmen.

Anders als der kostenpflichtige Abodienst „Meta Verified“ ist der neue Badge für berechtigte Nutzer gratis. Das Unternehmen verspricht sich davon mehr Transparenz in den sozialen und kommerziellen Bereichen der Plattform.

So läuft die Verifikation ab

Wer den kostenlosen Badge erhalten möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und ein Konto in gutem Zustand führen. Der Authentifizierungsprozess erfordert ein Video-Selfie. Meta will damit sicherstellen, dass hinter dem Profil ein echter Mensch steckt.

Datenschutzbedenken begegnet der Konzern mit einer klaren Zusage: Die Video-Selfie-Daten werden innerhalb von 30 Tagen nach der Überprüfung gelöscht. Das ist ein wichtiger Punkt für alle, die sich um den Umgang mit biometrischen Daten sorgen.

Anzeige

Während Meta neue Hürden für Fake-Profile aufbaut, bleibt das eigene Smartphone das Hauptziel für Datendiebe und Hacker. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in fünf einfachen Schritten, wie Sie Ihr Gerät und Ihre sozialen Konten effektiv vor Missbrauch schützen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Grenzen des Systems

Der Badge ist ausschließlich für persönliche Profile gedacht. Geschäftsseiten oder Konten im Professional Mode sind von dieser Verifikationsstufe ausgeschlossen. Wichtig zu wissen: Der Badge bestätigt zwar, dass ein echter Mensch hinter dem Profil steckt – er ist aber keine umfassende Garantie für die Vertrauenswürdigkeit des Nutzers.

Sicherheitsexperten wie James E. Lee vom Identity Theft Resource Center weisen darauf hin, dass auch biometrische Systeme nicht unfehlbar sind. Theoretisch lassen sich solche Verfahren immer noch umgehen.

Wo der Badge erscheint

Das neue Verifikationssymbol soll in mehreren Bereichen des Facebook-Ökosystems auftauchen: in Profilen, Gruppen, bei Facebook Dating und im Marketplace. In einer späteren Phase plant Meta, den Badge auch im Haupt-Newsfeed sichtbar zu machen.

Der Rollout erfolgt zunächst in ausgewählten Märkten. Eine weltweite Einführung ist schrittweise geplant. Parallel zu diesen Identitätsmaßnahmen bringt Meta eine spezielle Seller-App für den Facebook Marketplace auf den Markt – zunächst für iOS-Nutzer in den USA.

Anzeige

Neben der Identitätsprüfung durch Video-Selfies gibt es noch sicherere Methoden, um Online-Konten vor unbefugtem Zugriff zu bewahren. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie mit der modernen Passkey-Technologie Hackerangriffe auf Amazon, WhatsApp und Co. nahezu unmöglich machen. Kostenlosen Passkey-Ratgeber jetzt herunterladen

Ein Schritt gegen die Bot-Flut

Mit diesem Verifikationssystem schafft Meta eine echte Alternative zum kostenpflichtigen „Meta Verified“-Programm. Der Fokus liegt hier klar auf der Authentifizierung von Menschen, nicht auf einem erweiterten Funktionsumfang wie beim Abomodell.

Die Maßnahme zielt darauf ab, den Einfluss automatisierter Konten einzudämmen und die Zuverlässigkeit von Interaktionen in den verschiedenen Communities zu erhöhen. Ein dringend notwendiger Schritt – schließlich kämpfen soziale Netzwerke zunehmend mit KI-generierten Inhalten und Identitätstäuschung.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69872859 |