F-Droid 2.0: Größtes Update seit zehn Jahren wird schrittweise verteilt
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 21:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der alternative App-Store F-Droid hat mit der Veröffentlichung der Version 2.0 das nach eigenen Angaben umfangreichste Update seit einem Jahrzehnt vorgelegt.
Wie aus einem Bericht der Entwickler vom 24. September 2026 hervorgeht, ist die neue Version das Ergebnis von über einem Jahr kontinuierlicher Entwicklungsarbeit, in deren Verlauf insgesamt 14 Testversionen durchlaufen wurden. Die Anwendung, die als zentrale Anlaufstelle für freie und quelloffene Android-Software gilt, wird in den kommenden Wochen stufenweise an die Nutzerschaft verteilt.
Technisches Fundament und modernisierte Benutzeroberfläche
Mit dem Sprung auf die Version 2.0 wurde die technologische Basis der App grundlegend erneuert. Die Entwickler setzten die Anwendung unter Verwendung von Kotlin und Jetpack Compose neu auf und integrierten das aktuelle Material Design. Diese Umstellung geht mit einer deutlichen Verschlankung der Benutzeroberfläche einher. Die Hauptnavigation wurde auf drei zentrale Reiter reduziert: „Entdecken“, „Suche“ und „Meine Apps“.
Die neu gestaltete Startseite im Bereich „Entdecken“ liefert Nutzern künftig einen schnellen Überblick über Neuzugänge im Repository, verfügbare Aktualisierungen sowie die am häufigsten heruntergeladenen Anwendungen. Parallel dazu wurde das Kategoriesystem überarbeitet und um sogenannte Meta-Kategorien erweitert. Insbesondere der Bereich Spiele erfährt eine detailliertere Strukturierung und ist nun in 17 verschiedene Genres unterteilt.
Erweiterte Suchfunktionen und Filteroptionen
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Ein wesentlicher Schwerpunkt der Überarbeitung lag auf der Suchfunktion. Diese durchsucht laut den Projektverantwortlichen nun nicht mehr nur App-Namen, sondern auch Beschreibungen, Kategorien und Übersetzungen. Zudem wurde die Unterstützung für CJK-Zeichensätze (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch) verbessert. Um die Bedienung zu erleichtern, merkt sich die Anwendung zudem vorherige Suchanfragen.
Für eine präzisere Auswahl der Software stehen erweiterte Filter zur Verfügung. Nutzer können die Ergebnisse nach Kategorien, der Kompatibilität mit ihren jeweiligen Geräten sowie nach sogenannten „Anti-Features“ sortieren. Letztere weisen in der F-Droid-Community transparent auf Merkmale hin, die die Privatsphäre betreffen oder unfreie Dienste voraussetzen könnten.
Automatisierung und Anpassungen an regulatorische Rahmenbedingungen
Im Bereich der Installation führt F-Droid 2.0 einen einheitlichen Session-Installer ein, der eine Pre-Approval-API nutzt. Diese technische Anpassung wurde laut Berichten vom 24. September 2026 maßgeblich durch den Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union vorangetrieben, der alternative App-Stores stärken soll. In diesem Zuge wird die bisherige „F-Droid Privileged Extension“ nicht mehr unterstützt.
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Auch die Verwaltung von App-Updates wurde automatisiert. Aktualisierungen laufen nun standardmäßig im Hintergrund ab. Dies führt zu einer Änderung im Bedienkonzept: Die bisher übliche Wischgeste zum manuellen Aktualisieren (Pull-to-Refresh) entfällt in der neuen Version. Nutzer, die dennoch manuell nach Updates suchen möchten, finden diese option künftig im Drei-Punkte-Menü unter dem Reiter „Meine Apps“.
Zudem gab das Projekt Änderungen im Umgang mit Anonymisierungsdiensten bekannt. Die automatische Erkennung des Tor-Netzwerks wurde aus der App entfernt. Stattdessen empfehlen die Entwickler für eine gesicherte Verbindung die Nutzung von TorVPN.
