Eye-Tracking, Wiener

Eye-Tracking: Wiener Startup misst kognitive Zustände präzise

18.06.2026 - 12:32:06 | boerse-global.de

Das Wiener Startup SOMAREALITY sammelt überzeichnete Series-A-Finanzierung ein. Die Algorithmen messen kognitive Zustände via Augenbewegungen.

SOMAREALITY: 3 Mio. Euro für Eye-Tracking-KI aus Wien
Eye-Tracking - Ein menschliches Auge mit digitalen Überlagerungen, die Eye-Tracking-Daten und kognitive Analyse darstellen. Symbolisiert DeepTech-Finanzierung. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das frische Kapital von über 3 Millionen Euro fließt in Algorithmen, die menschliche Aufmerksamkeit und kognitive Prozesse über Augenbewegungen messbar machen.

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Investoren aus ganz Europa steigen ein

Angeführt wurde die Runde von Catalyst Romania. Weitere Geldgeber sind MT-Lab, RDY Ventures, Moondust Ventures und Gateway Ventures. Damit steigt das Gesamtkapital des Unternehmens auf rund 5,6 Millionen Euro.

Der Erfolg kommt nicht aus dem Nichts. Seit 2024 erwirtschaftete SOMAREALITY im B2B-Segment mehr als 2 Millionen Euro Umsatz. Im Geschäftsjahr 2025 verdoppelte sich der Umsatz sogar.

Mehr als nur Blickrichtung

Der technologische Kern des Startups: Eye-Tracking-Daten auswerten, um kognitive Zustände zu bestimmen. Herkömmliche Systeme erfassen vor allem, wohin jemand schaut. SOMAREALITYs Algorithmen gehen tiefer – sie messen mentale Belastung oder Konzentrationsfähigkeit.

Das Feld boomt. Ein aktueller Branchenbericht zur Schweizer DeepTech-Landschaft zeigt: 2025 flossen dort umgerechnet rund 2,6 Milliarden US-Dollar in DeepTech-Startups – 63 Prozent des gesamten Risikokapitals des Landes.

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Rennen um die nächste Wearable-Generation

Die Finanzierung fällt in eine Zeit massiver Investitionen in Hardware für erweiterte Realitäten. Mitte Juni kündigte Qualcomm mit dem Snapdragon Reality Elite eine neue Prozessorgeneration für MR- und VR-Headsets an – mit deutlich mehr KI-Rechenleistung.

Parallel forschen EssilorLuxottica und Applied Materials in einem gemeinsamen Labor im Silicon Valley an neuen optischen Systemen und adaptiven Linsen.

Während Tech-Giganten wie Amazon, Nvidia und AMD im Juni 310 Millionen US-Dollar in das 3D-Simulations-Startup Odyssey ML steckten, besetzen Firmen wie SOMAREALITY die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Die steigende Nachfrage nach präziser Erfassung kognitiver Zustände gilt als entscheidender Treiber für Eye-Tracking in der nächsten Generation professioneller Wearables.

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