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Extremtraining: Warum Stars wie Brzeska für Hobbyathleten ungeeignet sind

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 19:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fitness-Experten kritisieren unkritische Nachahmung von Extremtrainings prominenter Vorbilder. Sie fordern sportmedizinische Checks vor intensiven Belastungen.

Extremtraining: Experten warnen vor Gesundheitsrisiken durch Social-Media-Trends
Erschöpfte Person nach einem intensiven Workout auf einer Fitnessbank in einem Fitnessstudio. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die unkritische Übernahme hochintensiver Trainingsroutinen prominenter Persönlichkeiten birgt laut Einschätzung von Fitness-Experten erhebliche gesundheitliche Risiken. In einer aktuellen Analyse warnen Fachleute davor, dass extreme Belastungsprogramme, die oft durch soziale Medien oder mediale Berichterstattung verbreitet werden, für untrainierte Personen ungeeignet sind.

Die Diskrepanz zwischen professionell begleiteten Extremleistungen und dem Breitensport rückt dabei zunehmend in den Fokus medizinischer und psychologischer Betrachtungen.

Die Komplexität extremer Vorbilder und Trainingsmethoden

Prominente Beispiele veranschaulichen die Intensität, mit der teilweise trainiert wird. Magdalena Brzeska bereitete sich im August 2026 mit einem täglichen Pensum von sechs bis acht Stunden auf ein Comeback bei einer Gala in Frankfurt vor.

Neben dem intensiven Training setzte sie auf eine Ernährung mit nur einer Mahlzeit am Tag und den Verzicht auf Kohlenhydrate, was zu einer Gewichtsabnahme von 8 kg führte. Bei einer Körpergröße von 1,75 m wog die Athletin zum Zeitpunkt der Vorbereitungen 63 kg.

Auch im Bereich des Bio-Hacking finden sich extreme Ansätze. Der Tech-Millionär Bryan Johnson verfolgt ein sogenanntes Blueprint-Programm, das unter anderem die tägliche Nutzung von 30 Kraftgeräten vorsieht.

Trotz einer unheilbaren Autoimmungastritis (Typ A) verfolgt er das Ziel, sein biologisches Alter mithilfe von DNA-Forschung und künstlicher Intelligenz zu senken. Er gab an, sein biologisches Alter bereits um sechs Jahre reduziert zu haben. Experten mahnen jedoch zur Vorsicht, da solche individuellen und hochspezialisierten Ansätze nicht auf die Allgemeinheit übertragbar sind.

Medizinische Risiken und die Notwendigkeit von Vorsorgeuntersuchungen

Angesichts des Booms von Massen-Fitness-Events wie Hyrox, für das im Jahr 2026 weltweit 1,5 Millionen Teilnehmer erwartet werden und das einen Umsatz von 200 Millionen Euro erzielen soll, raten Mediziner dringend zu sportmedizinischen Untersuchungen.

Allein beim Event in Berlin wurden 35.000 Athleten registriert. Das Format, das aus acht Kilometern Laufen und acht Workout-Stationen besteht, verlangt dem Körper Höchstleistungen ab. Ein Sportmediziner betonte im August 2026, dass vor solchen Extrembelastungen ein Check-up unerlässlich sei.

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Auch im Profi-Bereich zeigen sich die körperlichen Grenzen. Der Bodybuilder Tim Budesheim erreichte beim Texas Pro 2026 den siebten Platz, erhielt jedoch von den Kampfrichtern den Rat, die Saison aufgrund von Problemen in der Mittelpartie vorzeitig zu beenden.

Headjudge Tyler Manion merkte an, dass der Rücken muskulär verbesserungswürdig sei. Im Bereich des Ultralaufs musste Kim Gottwald, die zuvor 448,9 Kilometer in 67 Stunden zurückgelegt hatte, ihre Teilnahme am Last Soul Ultra 2026 verletzungsbedingt absagen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Ernährung und Ausdauer

Neben dem Training stehen Ernährungsmodelle wie das Scheinfasten (FMD) im Fokus der Forschung. Eine im Jahr 2026 in Nature Medicine veröffentlichte Studie der Stanford University zeigte bei Patienten mit Morbus Crohn eine Besserung von 69,2 Prozent sowie eine Remissionsrate von 64,6 Prozent durch diese pflanzliche, kalorienreduzierte Methode.

Dennoch warnen Fachleute, dass das Verfahren nicht für Schwangere, Stillende oder Menschen mit Essstörungen geeignet ist und Anti-Aging-Versprechen bisher nicht belegt sind.

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Für den Breitensport empfehlen Experten eher moderate Ansätze wie das Zone-2-Training. Dabei wird bei 60 bis 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz trainiert, um die aerobe Grundlagenausdauer zu stärken. Für ambitionierte Hobbyläufer gelten vier Einheiten pro Woche, davon zwei im Bereich Zone 2, als empfehlenswert.

Psychologische Gefahren und mediale Aufarbeitung

Ein Sportpsychologe warnte im August 2026 zudem vor der Gefahr der Sportsucht bei Extremläufen. Die psychische Komponente des Sports wird auch medial thematisiert; so befasst sich eine aktuelle Dokumentation des ORF mit dem Phänomen der Orthorexie und dem Zwang zur gesunden Ernährung.

Auch die frühere Schwimmerin Franziska van Almsick mahnte angesichts von 14 deutschen Schwimm-Medaillen in Paris zur Besonnenheit und warnte vor überzogener Euphorie, die den Druck auf Athleten und Nachwuchssportler weiter erhöhen könnte.

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