Extremsport in Schutzkleidung: Feuerwehrmann peilt Weltrekord an
14.06.2026 - 23:02:39 | boerse-global.de
Während ein Oberbrandmeister einen neuen Weltrekord im Marathonlauf anpeilt, fordern härteste Wettkämpfe ihren Tribut.
Weltrekordversuch in voller Montur
Am 20. September will Lars Kegler Geschichte schreiben. Der 44-jährige Oberbrandmeister der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen plant, beim Baden-Marathon in Karlsruhe den Halbmarathon-Weltrekord in voller Feuerwehrausrüstung zu brechen. Rund 25 Kilogramm wiegt die Ausrüstung – inklusive Atemschutzgerät.
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Die Herausforderung: Die 21,1 Kilometer müssen mit schwerem Gerät bewältigt werden. Der aktuelle Rekord liegt bei 3:10 Stunden, gehalten von einem Schweizer Feuerwehrmann. Kegler will unter drei Stunden bleiben. Bereits sechs Weltrekorde hält der erfahrene Sportler – darunter ein 42-stündiger Lauf auf dem Laufband in Schutzkleidung.
Ein Knackpunkt: Die Atemluftflaschen reichen nur für etwa 4 bis 4,6 Kilometer. Der Wechsel soll während des Laufs von einem Lastenfahrrad aus erfolgen.
„Toughest Firefighter Alive“: Der Härtetest der Nationen
Rund 250 Feuerwehrleute aus neun Nationen traten Mitte Juni in Mönchengladbach an. Der Wettbewerb „Toughest Firefighter Alive“ gilt als einer der brutalsten physischen Tests für Einsatzkräfte. Ursprünglich aus Kanada stammend, wird er seit etwa 25 Jahren in Deutschland ausgetragen.
Vier Disziplinen fordern die Athleten – und zwar Männer wie Frauen unter identischen Bedingungen:
- Verlegen von zwei 75 Meter langen Schlauchleitungen
- Bewegen schwerer Gewichte
- Transport eines Rettungsdummys plus Hindernisparcours
- Treppenlauf über 15 Etagen
Als Top-Favoritin galt die 45-jährige Norwegerin May Tømmervold – amtierende Europa- und Weltmeisterin.
Tödlicher Zwischenfall nach Belastungsübung
Trotz bester Fitness kam es zu einem schweren Unglück. Am 13. Juni brach ein 54-jähriger Feuerwehrmann nach einer Belastungsübung in der Kreisfeuerwehrzentrale Schleswig in einem Schnellrestaurant zusammen und starb. Die Übung diente der Vorbereitung auf die „FireFit European Championships“.
Nur eine Woche zuvor hatte es einen ähnlichen Vorfall in Hannover gegeben. Die Ereignisse werfen Fragen auf: Sind die medizinischen Kontrollen ausreichend? Und wo liegen die individuellen Belastungsgrenzen bei Übungen, die bewusst an die Schmerzgrenze gehen?
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Rekorde jenseits der Feuerwehr
Auch abseits der Brandbekämpfer gab es im Juni sportliche Höhepunkte. Malik Humeida aus Kiel stellte am 10. Juni einen neuen Weltrekord im Wingfoilen auf. Zwölf Stunden lang pflügte er über die Ostsee – 375 Kilometer legte er zurück, Zielpunkt war die Gemeinde Damp.
Und dann ist da noch Manuel Neuer. Der 40-jährige Torhüter absolvierte am 14. Juni sein 20. WM-Spiel – gegen Curaçao. Damit zog er mit Rekordhalter Hugo Lloris gleich. Neuer ist nicht nur der älteste deutsche WM-Spieler, sondern auch der fünfte Deutsche mit fünf Turnierteilnahmen nach Lothar Matthäus. Die FIFA ehrte ihn mit einem speziellen Abzeichen.
