Exosomen-Therapie, Wirkung

Exosomen-Therapie: 1,8-fach höhere Wirkung gegen Augenschäden

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 14:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

NurExone und NanoPass untersuchen ExoPTEN mit MicronJet 600 präklinisch. Ein IND-Antrag für Studien am Menschen ist Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant.

NurExone und NanoPass prüfen Exosomen-System für Augen und Haut
Mikroskopische Ansicht einer Laborumgebung für die medizinische Forschung mit Fokus auf Präzision und sterile Oberflächen. Illustration mit AI erstellt.

Die medizinische Forschung im Bereich der regenerativen Therapien verzeichnet Fortschritte bei der Entwicklung neuer Verabreichungssysteme und Wirkstoffe. Im Fokus stehen dabei insbesondere Ansätze, die biologische Botenstoffe wie Exosomen präziser in Zielgewebe wie das Auge oder die Haut einbringen sollen.

Aktuelle Kooperationen und präklinische Studien verdeutlichen das Bestreben der Industrie, die Wirksamkeit bestehender Behandlungsansätze durch technologische Innovationen zu steigern.

Kooperation zur Evaluierung spezialisierter Verabreichungsplattformen

Ein zentraler Aspekt dieser Entwicklung ist die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen NurExone und NanoPass. Die beiden Akteure haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) unterzeichnet, um die Anwendung der MicronJet-Plattform in Kombination mit NurExone-Exosomen zu untersuchen. Diese Kooperation zielt darauf ab, die Eignung des Systems für Anwendungen im Bereich der Augen- und Hautheilkunde zu evaluieren.

Im Mittelpunkt der geplanten präklinischen Studien steht die suprachoroidale Verabreichung von ExoPTEN, einem Wirkstoffkandidaten, der zur Behandlung von Glaukomen und Schädigungen des Sehnervs untersucht wird.

Hierbei kommt das System MicronJet 600 zum Einsatz, das mit einer Nadellänge von 0,6 mm als das kleinste von der US-Gesundheitsbehörde FDA zugelassene intradermale System gilt. Die Partner untersuchen zudem Einsatzmöglichkeiten für intradermale Anwendungen in der Hauttherapie. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Zusammenarbeit mit einer Frist von 30 Tagen gekündigt werden kann.

Potenzial regenerativer Exosomen-Therapien

Die technologische Basis für diese Vorhaben bilden Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Exosomen. Daten von TAmiRNA deuten darauf hin, dass diese extrazellulären Vesikel eine 1,8-fach höhere neurologische Wirkung sowie eine doppelt so starke Entzündungshemmung erzielen können als herkömmliche Ansätze.

NurExone plant, auf Basis dieser und weiterer Ergebnisse einen Antrag für erste klinische Studien am Menschen (Investigational New Drug, IND) für den Zeitraum Ende 2026 oder Anfang 2027 vorzubereiten.

Das wirtschaftliche Umfeld für solche Therapien wird von Marktbeobachtern als wachstumsstark eingeschätzt. So wird für den globalen Markt der regenerativen Ästhetik ein Anstieg von 17,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 28,9 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2030 erwartet.

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Wenn bestehende Glaukom-Therapien den Sehnerv nicht ausreichend schützen, rückt ein neuer Ansatz in den Fokus: Exosomen, die laut ersten Daten eine 1,8-fach höhere neurologische Wirkung und doppelt so starke Entzündungshemmung erreichen können. Der kostenlose Report zeigt, wie die suprachoroidale Verabreichung mit dem MicronJet-600-System funktioniert und welche Schritte bis zum geplanten Studienantrag anstehen. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Fortschritte in der ophthalmologischen Wirkstoffentwicklung

Parallel zu diesen technologischen Kooperationen bewegen sich weitere Projekte in der klinischen Erprobung. Das Unternehmen GenSci hat für seinen Wirkstoffkandidaten GenSci148 eine Phase-I-Studie registriert.

Das Präparat, das auf die Faktoren VEGF-A, -C, -D sowie Ang-2 abzielt, soll bei Erkrankungen wie der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und dem diabetischen Makulaödem (DME) getestet werden.

Präklinische Daten zeigten eine bis zu 10-fach bessere Bindung an VEGF-A. Die Studie, die für September 2026 am Shanghai General Hospital geplant ist, sieht die Untersuchung verschiedener Einzeldosen von 1 mg bis 10 mg pro Auge vor.

Ein weiterer Akteur, JD Bioscience, arbeitet an einem oralen niedermolekularen PDK4-Inhibitor. In Tiermodellen konnte damit eine Hemmung der Neovaskularisation erreicht werden, die der Wirkung etablierter Therapien wie Aflibercept gleichkommt. Ziel des Unternehmens ist die Sicherung eines nichtklinischen Kandidaten bis zum Jahr 2027.

Unterstützung durch Förderung und klinische Forschung

Die Dynamik im Sektor wird auch durch staatliche Programme und private Zuwendungen gestärkt. In Südkorea wurde das Unternehmen Huons für ein staatliches Förderprogramm ausgewählt, das unter anderem die Entwicklung von mRNA-LNP-basierten Augentropfen gegen diabetische Keratopathie umfasst.

In Deutschland wird die Forschung an der Sehwiederherstellung durch eine Spende der Unternehmerfamilie Tyczka in Höhe von 1 Million Euro an das Universitätsklinikum Bonn unterstützt. Das dortige Projekt nutzt KI-gestützte Verfahren zur Optimierung von Netzhautimplantaten bei geographischer Atrophie.

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Viele Betroffene fragen sich, ob die Behandlung ihres Sehnervs schonend genug ist. Genau hier setzt die geplante Kooperation von NurExone und NanoPass an: Der Wirkstoffkandidat ExoPTEN soll suprachoroidal mit dem nadellosen MicronJet-600-System verabreicht werden — präzise am Zielgewebe, ohne die Belastung herkömmlicher Injektionen. Der kostenlose Report ordnet ein, was das für Glaukom-Patienten bedeutet und wie der Zeitplan bis zur ersten Studie am Menschen aussieht. Leitfaden zur schonenden Verabreichung sichern

Ein entsprechendes subretinales Implantat verfügt bereits über eine CE-Kennzeichnung; Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit wurden Anfang des Jahres in Fachjournalen veröffentlicht.

Zusammenfassend zeigt sich eine Branche, die verstärkt auf die Kombination aus biologischen Innovationen und minimalinvasiven Verabreichungstechniken setzt, um die Behandlung chronischer Erkrankungen in der Augen- und Hautheilkunde zu präzisieren.

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