EXOMIND: Magnetimpulse sollen Stress senken und Konzentration stärken
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 01:02 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie transkranielle Magnetstimulation gewinnt über klassische psychiatrische Therapien hinaus an Aufmerksamkeit für das mentale Wohlbefinden. Berichten aus Fachmedien zufolge kommt das System EXOMIND zum Einsatz, um durch gezielte Magnetimpulse Stress zu reduzieren sowie Konzentration und Gelassenheit zu stärken. Das Verfahren zielt auf die Förderung der neuronalen Plastizität ab und eröffnet neue Perspektiven im Bereich des Mental Wellness.
Funktionsweise und Einsatz des EXOMIND-Systems
Das System EXOMIND nutzt das Prinzip der transkraniellen Magnetstimulation (TMS). Dabei richtet sich das Verfahren gezielt auf den dorsolateralen präfrontalen Cortex, um die Neuroplastizität im Gehirn anzuregen, wie fr.de im Oktober 2026 berichtete. Die Sitzungen finden bei vollem Bewusstsein der Patienten statt, sodass weder eine Narkose noch der Einsatz von Medikamenten erforderlich sind.
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Nach Angaben von Dr. med. Neda Nabavi, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie in einer Hamburger Praxis, schildern behandelte Personen nach der Anwendung ein gesteigertes Maß an innerer Ruhe, Fokus und psychischer Widerstandskraft.
Zudem wird von einem Einzelfall berichtet, bei dem eine Patientin vor der Behandlung täglich rund 20 Zigaretten rauchte und sowohl unmittelbar nach der ersten Sitzung als auch 18 Monate später rauchfrei geblieben sei.
In publizierten Protokollen zu EXOMIND sind häufig sechs Sitzungen vorgesehen, etwa in einem Rhythmus von zweimal pro Woche, wobei das Schema an die jeweilige Indikation angepasst werden kann.
Medizinische Evidenz und etablierte Behandlungsfelder
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Während für reine Mental-Wellness-Anwendungen bislang Langzeitdaten zur Dauer der Effekte fehlen, ist die Methode in der klinischen Medizin in breiteren Kontexten erforscht.
Laut Dr. Francisco Martínez Pérez aus dem Bereich der Neurophysiologie besteht die stärkste wissenschaftliche Evidenz für die repetitive transkranielle Magnetstimulation (EMTr) bei der Behandlung von Major-Depressionen, insbesondere im Falle von Therapieresistenzen.
Darüber hinaus existieren Anwendungen bei Zwangsstörungen und zur Raucherentwöhnung, wenngleich sich die Zulassungen und die Evidenzlage je nach Land unterscheiden.
Günstige Belege sieht Martínez Pérez zudem bei chronischen neuropathischen Schmerzen, während bei Fibromyalgie vielversprechende Hinweise vorliegen, die jedoch weiterer Studien bedürfen. Die Wirkung einzelner Stimulationssitzungen halte oft nur Minuten bis Stunden an. Bei wiederholten Therapiezyklen könnten klinische Verbesserungen hingegen über Wochen bis Monate bestehen bleiben, mitunter ergänzt durch spätere Auffrischungssitzungen.
Sicherheitsprofile und internationale Praxis
Häufige Begleiterscheinungen der Magnetstimulation sind nach vorliegenden Daten meist leicht und vorübergehend. Dazu zählen temporäre Kopfschmerzen, ein Druckgefühl oder Irritationen der Kopfhaut. Das Risiko schwerer Komplikationen wie eines epileptischen Anfalls gilt bei Einhaltung der standardisierten Sicherheitsprotokolle als extrem selten.
Trotz des therapeutischen Potenzials zeigt eine systematische Erhebung in 26 Ländern auf fünf Kontinenten erhebliche Unterschiede im Versorgungsalltag. Demnach fehlen in vielen Staaten noch verbindliche nationale Leitlinien für den Einsatz von TMS und fokussiertem Ultraschall.
Wo geregelte therapeutische Behandlungen mit repetitiver TMS stattfanden, wurden diese überwiegend von Fachärzten aus der Neurologie oder Psychiatrie geleitet und umfassten typischerweise 20 bis 30 tägliche Sitzungen pro Behandlungszyklus.
