Exilby: Europas erstes Cannabis-Schmerzmittel ab September
16.06.2026 - 20:44:01 | boerse-global.de
Ärzte beobachten einen deutlichen Anstieg der Fälle – und machen den modernen Lebensstil dafür verantwortlich.
Digitaler Alltag schadet dem Rücken
Stundenlanges Sitzen vor Bildschirmen, wenig Bewegung, schlechte Ernährung: Die Kombination setzt der Wirbelsäule massiv zu. Prof. Dr. ?rfan Koca warnt vor den Folgen eines bewegungsarmen Lebensstils. Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen führen die langen Sitzzeiten zu einer vorzeitigen Belastung der Bandscheiben.
Anzeige: Leiden auch Sie unter chronischen Rückenschmerzen? Ab September 2026 gibt es Exilby – das erste cannabisbasierte Fertigarzneimittel Europas. Die Phase-3-Studie mit 820 Teilnehmern zeigt eine signifikante Schmerzreduktion ohne Abhängigkeitsrisiko. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Doch es gibt Hoffnung: Bei jungen Patienten helfen konservative Behandlungen oft gut. Physiotherapie und regelmäßige Bewegung machen Operationen in vielen Fällen überflüssig.
Wann Sie zum Arzt sollten? Wenn die morgendliche Steifheit länger als 30 bis 45 Minuten anhält oder Schmerzen ins Bein ausstrahlen. Dann drohen chronische Verläufe oder Nervenschäden.
Cannabis-Medikament gegen Rückenschmerzen
Für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen gibt es eine neue Option. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 9. Juni 2026 das Medikament Exilby zugelassen. Es ist das erste cannabisbasierte Fertigarzneimittel in Europa – speziell für chronische Rückenschmerzen mit neuropathischer Komponente.
Die Zulassung basiert auf einer Phase-3-Studie mit 820 Teilnehmern. Das Ergebnis: eine statistisch signifikante Schmerzreduktion. Die Patienten verzeichneten eine Verringerung der Schmerzintensität um 1,9 Punkte auf einer Skala, die Placebogruppe um 1,4 Punkte. Bei Patienten mit neuropathischen Schmerzen lag der Unterschied zum Placebo bei 1,6 Punkten.
Ein Abhängigkeitspotenzial stellten die Forscher nicht fest. Allerdings brachen 17 Prozent der Probanden die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab. Die Markteinführung in Deutschland und Österreich ist für September 2026 geplant.
Bewegung ist der beste Schutz
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Die Folgen von Bewegungsmangel zeigen sich früh. Eine Leipziger Studie mit 150.000 Teilnehmern, veröffentlicht im Mai 2026 im Fachjournal Alzheimer's & Dementia, belegt: Schon bei 20- bis 39-Jährigen korrelieren Bewegungsmangel und Rauchen mit schlechterer kognitiver Leistung und höherem Risiko für spätere Erkrankungen.
Die körperlichen Abbauprozesse beginnen früher als gedacht. Bereits ab 35 Jahren kann die Muskelmasse um ein Prozent pro Jahr schrumpfen – ohne gezieltes Training. Ab 45 Jahren nehmen zudem Wassergehalt und Elastizität der Bandscheiben ab.
Die Empfehlung der Mediziner: täglich mindestens 30 Minuten Bewegung, ergänzt durch Kraft- und Balancetraining. Das beugt nicht nur Bandscheibenvorfällen vor, sondern schützt auch vor Stürzen im Alter – ein Drittel der über 60-Jährigen ist davon betroffen.
