Exilby, Cannabis-Mittel

Exilby: Cannabis-Mittel gegen Rückenschmerzen ab September zugelassen

17.06.2026 - 17:08:43 | boerse-global.de

Die Piper-Betelpflanze zeigt Potenzial bei Knochenschmerzen. Auch Cannabis-Präparat Exilby erhält Zulassung für chronische Rückenschmerzen.

Piper-Betelpflanze: Neue Studien zu Gelenkschmerzen und Cannabis
Exilby - Nahaufnahme einer Piper-Betelpflanze mit großen, glänzenden grünen Blättern, umgeben von einem weichen, unscharfen Hintergrund. 17.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Giangblatt (Lá Giang) soll bei Knochen- und Gelenkschmerzen helfen – und ist nur einer von mehreren pflanzlichen Ansätzen, die derzeit diskutiert werden.

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Betelblätter: Kühlend, entgiftend, entzündungshemmend

Aktuelle Fachberichte aus Mitte Juni 2026 bestätigen der Piper-Betelpflanze ein breites Spektrum an gesundheitsfördernden Eigenschaften. Die Blätter werden wegen ihrer kühlenden und entgiftenden Wirkung geschätzt. Neben der Unterstützung der Verdauung und der Linderung von Blähungen kommt die Pflanze auch bei Harnwegsinfektionen und Nierensteinen zum Einsatz.

Das Hauptinteresse gilt jedoch der Behandlung von Knochen- und Gelenkschmerzen. Die enthaltenen Wirkstoffe wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Bei der Zubereitung sollten die Blätter leicht zerdrückt werden. Wichtig: Aluminiumtöpfe sind tabu, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden. Patienten mit Gicht sollten vorsichtig dosieren.

Mimose und Papaya: Weitere pflanzliche Helfer

Die Betelpflanze ist kein Einzelfall. Dr. Huynh Tan Vu vom Universitätsklinikum Ho-Chi-Minh-Stadt bestätigte am 15. Juni 2026 die Wirksamkeit der Mimose (Mimosa pudica) bei Rücken- und Gelenkschmerzen. Die Pflanze enthält bioaktive Stoffe wie Mimosin mit schmerzlindernder Wirkung. Empfohlen werden 6 bis 12 Gramm Wurzeln als Sud täglich – Schwangere sollten die Finger davon lassen.

Auch männliche Papayablüten zeigen Wirkung gegen Entzündungen und Schwellungen. Sie neutralisieren freie Radikale und helfen bei der Blutzuckerkontrolle. Fachleute betonen jedoch: Diese pflanzlichen Anwendungen ersetzen keine medikamentöse Therapie, sondern ergänzen sie.

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Cannabis auf Rezept: Exilby erhält Zulassung

Die Integration pflanzlicher Wirkstoffe in die evidenzbasierte Medizin erreicht eine neue Stufe. Am 9. Juni 2026 ließ das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) das Cannabis-Fertigarzneimittel Exilby zu. Der standardisierte THC-reiche Vollspektrumextrakt ist speziell für chronische Kreuzschmerzen mit neuropathischer Komponente gedacht.

Eine Phase-3-Studie mit 820 Teilnehmern zeigte eine Schmerzreduktion um 1,9 Punkte – gegenüber 1,4 Punkten unter Placebo. Die Markteinführung in Deutschland und Österreich ist für September 2026 geplant. Ziel: Opioide als Standardtherapie langfristig ablösen.

Vorsicht geboten: Nebenwirkungen und offene Fragen

Trotz des Potenzials pflanzlicher Wirkstoffe warnen Experten vor unkritischem Optimismus. Exilby zeigte zwar kein nachweisbares Abhängigkeitspotenzial, doch rund 17 Prozent der Studienteilnehmer brachen die Behandlung wegen Nebenwirkungen ab.

Auch bei Hausmitteln wie Pfefferminzöl zur Blutdrucksenkung – eine Studie der University of Lancashire erzielte im Frühjahr 2026 signifikante Ergebnisse bei 40 Teilnehmern – fordern Mediziner weitere groß angelegte Untersuchungen. Die Langzeitsicherheit und mögliche Wechselwirkungen sind noch nicht abschließend geklärt. Die traditionelle Anwendung wird zunehmend durch klinische Beobachtungen ergänzt – doch bis zur sicheren Integration in die Patientenversorgung bleibt es ein weiter Weg.

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