Exilby: Cannabis-Medikament ohne Abhängigkeitsrisiko ab September
12.06.2026 - 23:51:28 | boerse-global.de
Weg von riskanten Opioiden, hin zu Cannabis-basierten Präparaten und multimodalen Konzepten.
Exilby: Neue Hoffnung bei chronischen Kreuzschmerzen
Im Juni 2026 erteilte die Zulassungsbehörde grünes Licht für Exilby. Das Medikament des Herstellers Vertanical basiert auf einem Cannabis-Vollspektrum-Extrakt und ist speziell für chronische Kreuzschmerzen entwickelt worden.
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Die Entscheidung stützt sich auf klinische Phase-3-Studien mit über 1.200 Teilnehmern. Über zwölf Monate belegten die Daten eine signifikante Reduktion der Schmerzintensität. Im direkten Vergleich zu herkömmlichen Opioiden schnitt Exilby besser ab – vor allem bei der Verträglichkeit.
Ein entscheidender Vorteil: Das Präparat zeigt kein Abhängigkeitsrisiko. Das unterscheidet es von den jährlich rund 20 Millionen Opioid-Rezepten in Deutschland.
Die Markteinführung ist für September 2026 in Deutschland und Österreich geplant. Parallel laufen bereits Studien zur Wirksamkeit bei diabetischer Polyneuropathie und Arthrose.
Sanfte Methoden für Senioren
Besonders knifflig ist die Schmerzbehandlung bei älteren Patienten. Fachberichte aus dem Juni 2026 betonen: Sanfte, aber konsequente Therapien sind der Schlüssel.
Multimodale Ansätze stehen im Zentrum. Sie kombinieren angepasste Medikation mit physikalischen Maßnahmen wie Akupunktur, Wärme- und Kältetherapien oder TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation).
Auch Bewegung kommt ins Spiel: Wassergymnastik oder spezielle Yoga-Kurse für Senioren helfen, die Mobilität zu erhalten und das Schmerzempfinden zu verbessern. Entscheidend ist die individuelle Anpassung der Medikamente an den alternden Organismus.
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Früh behandeln, chronische Schmerzen vermeiden
Der Zeitpunkt des Therapiebeginns entscheidet über den Erfolg – besonders bei Nacken- und Kopfschmerzen. Mediziner betonen: Eine konsequente frühe Behandlung verhindert die Chronifizierung.
Weniger als ein Prozent der Nackenschmerz-Fälle erfordern eine Operation. Stattdessen setzen Ärzte auf konservative Verfahren:
- Triggerpunkt-Akupunktur gegen muskuläre Verspannungen
- Medikamentöse Injektionen mit Botox oder Cortison
- Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen – wobei Experten vor Wechselwirkungen mit anderen pflanzlichen Mitteln warnen
Prävention und schonende Techniken
Kliniken achten verstärkt auf die Prävention des Delirs. Diese kognitive Funktionsstörung tritt häufig nach Operationen auf. Besonders Patienten über 65 sind gefährdet.
In der Orthopädie setzt sich ein weiterer Trend durch: minimalinvasive Techniken. Beim Hüftgelenkersatz etwa ermöglichen vordere Zugänge eine Schonung von Muskeln und Weichteilen. Das reduziert postoperative Schmerzen und beschleunigt die Genesung.
Die Botschaft ist klar: Moderne Schmerzmedizin setzt auf schonende Verfahren, die Patienten schneller zurück in den Alltag bringen.
