Exilby: Cannabis-Medikament gegen Kreuzschmerzen ab September
11.06.2026 - 15:42:28 | boerse-global.de
Die Forschung definiert Arthrose zunehmend als aktive Erkrankung – mit konkreten Behandlungsmöglichkeiten.
Bewegung als Medizin
Regelmäßiger Sport kann Entzündungsprozesse im Körper positiv beeinflussen. Forscher der Fujian Medical University untersuchten 130 Patienten mit beginnender Kniearthrose. Über sechs Monate liefen die Probanden fünfmal pro Woche 30 Minuten. Ergebnis: Die Entzündungs-Eiweiße im Blut sanken.
Anzeige: Ab September 2026 ist Exilby gegen chronische Kreuzschmerzen verfügbar – ohne Abhängigkeitsrisiko. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Ratgeber, wie das Cannabis-Medikament wirkt und wie Sie es bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Jetzt Ratgeber sichern
Eine ältere Studie des Baylor College of Medicine bestätigt den Trend. Bei 1200 Arthrosepatienten über 50 Jahre führte Joggen zu keiner Verschlimmerung der Symptome. Bereits vor rund zehn Jahren zeigte eine Cochrane-Studie: Bewegung bekämpft Arthroseschmerzen ähnlich effektiv wie Ibuprofen.
Die Empfehlung der Experten: moderate Belastungen, zwei- bis dreimal wöchentlich für 20 bis 40 Minuten, mit ausreichenden Regenerationstagen. Sanfte Bewegungsformen wie Yoga oder Gymnastik gelten als ideal. Speziell für die Schulter helfen Übungen wie Außenrotation mit Widerstandsbändern oder kontrolliertes Pendeln der Arme.
Neue Medikamente am Start
Ein Cannabis-Medikament namens Exilby hat in Deutschland und Österreich die Zulassung für chronische Kreuzschmerzen erhalten. Die Markteinführung ist für September 2026 geplant. Phase-3-Studien mit über 1200 Patienten bescheinigen dem Präparat eine signifikante Schmerzreduktion. Im Vergleich zu Opioiden zeigt es eine bessere Verträglichkeit – ohne Abhängigkeitsrisiko. Prof. Petzke vom Schmerzzentrum Göttingen ordnet die Entwicklung als sinnvolle Ergänzung ein.
Parallel dazu kommen neue Nahrungsergänzungsmittel für die Gelenkgesundheit auf den Markt. Experten wie Prof. Dr. Mona Tawab raten jedoch zur Vorsicht: Vor der Einnahme sollten die relevanten Blutwerte geprüft werden. Die Produkte sind keine zugelassenen Arzneimittel.
Die Grundlagenforschung liefert ebenfalls neue Ansätze. Eine im Juni 2026 in Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt: Die sogenannte Calcium-Signalisierung könnte ein Hebel gegen Alterungsprozesse in Geweben sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zudem eine tägliche Zufuhr von 800 IE Vitamin D.
Fortschritte in der Prothetik
Wenn konservative Methoden nicht mehr helfen, bleiben operative Eingriffe. Bei fortgeschrittener Daumensattelgelenksarthrose wird der Einsatz von Sattelgelenksprothesen diskutiert. Alternativen sind die Resektionsarthroplastik oder die Gelenkversteifung.
In der Orthopädietechnik für die untere Extremität liegt der Fokus auf der Wiederherstellung der Gehfähigkeit. Ein bedeutender Trend: die verbesserte Sichtbarkeit von Prothesenträgern. Anfang Juni 2026 startete das Unternehmen Ottobock die Kampagne „Dear AI“. Ziel ist es, die Darstellung von Menschen mit Prothesen in KI-generierten Bildern zu korrigieren. Zusammen mit Microsoft entsteht bis Juli 2026 eine umfassende Bildbibliothek – mit über 80 Markenbotschaftern.
Anzeige: Leiden Sie unter chronischen Rückenschmerzen und haben Angst vor Opioid-Abhängigkeit? Exilby bietet eine neue, nebenwirkungsarme Option. Unser Ratgeber zeigt Ihnen die wichtigsten Unterschiede zu herkömmlichen Schmerzmitteln und den Weg zur Kostenübernahme. Kostenlosen Vergleichs-Ratgeber anfordern
Gesundheitspolitischer Zündstoff
Die Kosten im Gesundheitswesen steigen rasant. Laut AOK-Heilmittelreport erreichten die Ausgaben für Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie 2025 knapp 15 Milliarden Euro – eine Verdopplung innerhalb von zehn Jahren.
Die Deutsche Rheuma-Liga fordert im Vorfeld parlamentarischer Beratungen im Juni 2026 grundlegende Änderungen am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Der Verband kritisiert drohende Zuzahlungserhöhungen und die Deckelung von Vergütungssteigerungen. Gefordert wird eine Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuermitteln sowie eine stärkere Einbindung von Betroffenenverbänden. Nur so, so die Botschaft, lässt sich die Versorgungssicherheit für Patienten mit chronischen Gelenkerkrankungen langfristig gewährleisten.
